Handel
Der Vorsitzende der Medienkommission beim SPD-Parteivorstand, Marc Jan Eumann (im Bild) übt im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten zwischen der Bauer Vertriebs KG und den Presse-Grosso-Unternehmen Grade und Mügge scharfe Kritik an Bauer. „Ein deutscher Großverlag will die Axt an das bewährte System legen, das das so genannte Überallerhältlichkeits-Prinzip sichert“, stellte Eumann in einer am heutigen Montag (15.02.10) veröffentlichten Pressemitteilung fest. „Das Vorgehen von Bauer ist fatal - und steht im krassen Widerspruch zu der Gemeinsamen Erklärung“, sagte Eumann. Zwar sei die Gemeinsame Erklärung als Selbstverpflichtung gedacht, doch sei klar: „Sollten die Akteure sich hiervon verabschieden, ist der Gesetzgeber gefordert“, so Eumann. „Das deutsche Grosso-System ist ein klares Bekenntnis zur Vielfalt, wer - wie der Bauer Verlag - diesen Konsens kündigt, riskiert viel. Für die SPD besteht kein Zweifel: Sollte es nicht mehr gelingen, eine Verständigung zu erzielen, so muss das für den deutschen Printmarkt unverzichtbare Grosso-System gesetzlich abgesichert werden.“ (sgo) 15.02.2010
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