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Zeitschriften-Summit in Wien bringt Verleger, Presse-Grosso und Startups zusammen

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von links: Medienberater Joachim Blum, Post-Vorstand Walter Hitziger, Präsidentin des Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbandes (ÖZV) und Vizepräsidentin des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) Claudia Gradwohl, Holger Bingmann (MELO Group/PGV Austria), Moderatorin Eva Weissenberger, VÖZ- und ÖZV-Geschäftsführer Gerald Grünberger und IFES-Geschäftsführer Reinhard Raml. Foto: Katharina Schiffl

Am 11. September hat in Wien der Zeitschriften-Summit des Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbandes (ÖZV) und des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) stattgefunden. Auf der Agenda stand unter anderem die Präsentation einer neuen Fachzeitschriften-Entscheiderstudie, die in Kooperation mit dem Wiener IFES Institut für empirische Sozialforschung durchgeführt wurde.

Außerdem standen Vorträge von externen Experten auf dem Programm, unter anderem von Dr. Holger Bingmann, Chairman der Melo Group, zu der der österreichische Presse-Großhändler PGV Austria gehört. Nach dem für Ende 2018 angekündigten Rückzug des Wettbewerbers Morawa aus dem Geschäftsfeld Pressevertrieb wird das Unternehmen der einzige Presse-Grossist in Österreich sein (dnv-online berichtete). Angesprochen auf die laufenden Verhandlungen mit den bisherigen Morawa-Kunden sagte Bingmann: „Mein vitalstes Interesse ist es, einen funktionierenden Vertrieb aufzubauen – und nicht eine Monopolstellung auszunutzen. Immerhin sind wir schon aus absolutem Eigeninteresse an einer nachhaltigen Entwicklung der Printbranche interessiert. Wir müssen verkaufen, wir wollen verkaufen und wir sind uns unserer hohen Verantwortung bewusst", so Bingmann.

Über die Transformation und Neuorganisation von Zeitschriften in Zeiten der Digitalisierung referierte auf dem Zeitschriften-Summit der Journalist und Medienberater Joachim Blum. Sein Rat an Medienmanager: "Schotten Sie sich nicht ab. Lassen Sie auch auf der Managementebene junge Wilde mitreden." Redaktionelle und kommerzielle Prozesse bei der Produktentwicklung sollten zunehmend integriert ablaufen. Agilität in der Entwicklung, Flexibilität in den Strukturen, der Fokus auf Human Resources und eine konstante Modernisierung der digitalen Infrastruktur seien laut Blum die wesentlichsten Erfolgsfaktoren für Printmarken.

Warum Entscheider Fachmedien nutzen

Für die Fachmedien-Entscheiderstudie hat das IFES im Frühjahr 2018 eine Stichprobe von 500 Entscheidungsträgern befragt. Davon gaben 95 Prozent an, Fachmedien zu nutzen. 61 Prozent haben in den letzten zwölf Monaten regelmäßig aus beruflichen Gründen zu digitalen und gedruckten Fachmedien gegriffen, 34 Prozent taten dies zumindest gelegentlich. Die durchschnittliche Nutzungsdauer beträgt dabei 220 Minuten pro Woche.

Als Motive für die Lektüre von Fachmedien gaben 96 Prozent der Befragten an, dass sie sich auf diese Weise über aktuelle Entwicklungen der Branche auf dem Laufenden halten. 88 Prozent schätzen Fachmedien für ihre ausführliche Berichterstattung und die gebotenen Hintergrundinformationen. Für 63 Prozent sind Fachmedien für die kontinuierliche Information über Produkte und Anbieter wichtig. 49 Prozent der Entscheider setzen bei bedeutenden Investitionsentscheidungen auf Informationen aus digitalen und gedruckten Fachmedien. Sie liefern laut den Entscheidern Impulse für Kaufentscheidungen (62 Prozent), zeigen Neuheiten, Trends und Marktentwicklungen (91 Prozent), werden als glaubwürdige Quellen, die neutrale und seriöse Informationen liefern (61 Prozent), wahrgenommen, schaffen Markttransparenz (57 Prozent) und stärken die eigene Fachkompetenz (65 Prozent). Weitere Informationen zur Studie gibt es zum Download unter voez.at.

Am Ende des Tages stellten zwei junge Unternehmen ihre Geschäftsmodelle vor und erörterten aktuelle Entwicklungen im digitalen Medienbereich. An dem sogenannten „Startup Pitch" nahmen die Digitalagentur TOWA und der Digital-Publishing-Dienstleister PressMatrix teil.



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(jf) 13.09.2018


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