Ehastra 2016: Leichter Rückgang der Verkaufsstellenzahl, Zeitungskundenzahl steigt

%%%Ehastra 2016: Leichter Rückgang der Verkaufsstellenzahl, Zeitungskundenzahl steigt%%%


"Deutschland verfügt über ein sehr käufernahes Verkaufsstellennetz für Presse", sagte Claudius Rafflenbeul-Schaub (Foto: W. Schmitz, Duisburg), Bereichsleiter Vertriebsmarktforschung des Bundesverbandes Presse-Grosso, anlässlich der Vorstellung der Ehastra 2016

108.005 Verkaufsstellen in Deutschland bieten Presse an, das sind 2.771 weniger als ein Jahr zuvor. Einerseits haben die Pressegroßhändler in 2016 durch ihre Akquise-Bemühungen 3.502 neue Standorte für Presse erschlossen. Andererseits sind 6.273 Standorte weggefallen.

Dagegen nahm die Zahl der Angebotsstellen, die keine Zeitschriften, sondern ausschließlich Zeitungen im Sortiment haben, um 310 Verkaufsstellen auf 20.182 Geschäfte zu. Der Rückgang der Presseverkaufsstellenzahl geht mithin zu Lasten der sogenannten ZZ-Kunden, die Zeitungen wie Zeitschriften anbieten.

Dies sind einige der zentralen Ergebnisse der aktuellen Einzelhandelsstrukturanalyse (Ehastra), die der Bundesverband Presse-Grosso heute (9.1.2017) vorstellte. Sie beruhen auf einer Vollerhebung, die die deutschen Pressegroßhandlungen in der Kalenderwoche 39 jedes Jahres durchführen.

"Unsere aktuelle Strukturanalyse des Presseeinzelhandels belegt, dass wir in Deutschland nach wie vor über ein sehr käufernahes Verkaufsstellennetz für Presse verfügen, das im internationalen Vergleich als vorbildlich gilt", fasst der zuständige Bereichsleiter Vertriebsmarktforschung des Bundesverbandes Presse-Grosso, Claudius Rafflenbeul-Schaub, ein Ergebnis der Ehastra 2016 zusammen. "Zeitungen und Zeitschriften bleiben damit überall in der Republik erhältlich."

Die zunehmende Filialisierung des presseführenden Einzelhandels zeigt sich auch im Netz der Presseverkaufsstellen. So sind 61.730 Verkaufsstellen (57,2 Prozent) ungebundene Einzelhändler, 2.652 weniger als 2015. Der Zahl der an einen Großkunden gebundenen Einzelhändler (selbständige Lebensmittel-EH, Tankstellen-Pächter und Franchisenehmer) ist leicht zurückgegangen (-289), die der filialisierten Regiebetriebe ist leicht gestiegen (+170). Diese beiden Ausprägungen des filialisierten Einzelhandels machen inzwischen einen Umsatzanteil von etwa 63,7 Prozent am Umsatz im grossobelieferten Presseeinzelhandel aus.

Wie in den Vorjahren erfährt das vom Pressegroßhandel entwickelte Efficient Consumer Response-Verfahren 'Verkaufstägliche Marktbeobachtung am Point of Sale' (VMP) wachsenden Zuspruch. Mit jetzt 19.297 Einzelhändlern melden 401 Händler mehr als noch in 2015 täglich ihre Presse-Verkaufsdaten. Dies entspricht 17,9 Prozent aller Presseverkaufsstellen in Deutschland. Sie generieren zusammen 41,3 Prozent des gesamten Presseumsatzes.

Der Rückgang der Presseverkaufsstellen erfolgte in den verschiedenen Geschäftsarten unterschiedlich stark, doch gab es lediglich eine einzige Geschäftsart, die eine geringfügig steigende Zahl von Presseverkaufsstellen aufweist: Die Hauptgruppe der Großformen des Einzelhandels, zu der Verbrauchermärkte und SB-Warenhäuser gehören. 1.919 solcher Geschäfte werden mit Presse beliefert, sechs mehr als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Fachgeschäfte, die Presse anbieten, sank wie seit vielen Jahren auch 2016. Bundesweit bieten 12.170 Verkaufsstellen dieser Geschäftsart Presse an, 473 weniger als 2015. Gleichwohl behaupten die Fachgeschäfte im Presseverkauf eine hohe Umsatzbedeutung: Sie stellen zwar lediglich 11,3 Prozent der Presseverkaufsstellen, erwirtschaften aber 22,8 Prozent des Umsatzes aller Geschäfte, die vom Pressegroßhandel beliefert werden. In der Relation zwischen Verkaufsstellen- und Umsatzanteil wird diese Geschäftsart nur von den Großformen des Einzelhandels in den Schatten gestellt, die mit knapp zwei Prozent der presseführenden Verkaufsstellen gut 11 Prozent des Presseumsatzes erzielen.

Den anteilig stärksten Rückgang der Presseverkaufsstellenzahl verzeichneten die Kioske. Die Zahl der Angebotsstelle dieser Geschäftsart, die Presse führen, ging um 444 auf 7.702 zurück. Das entspricht einem Verlust von rund 5,5 Prozent.



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(sgo) 09.01.2017


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