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Facebook testet Abonnements mit Verlagspartnern

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Die Abonnements sind in die Instant Articles integriert und können je nach Medienmarke gestaltet werden. Ein Call-to-Action-Button (Bild rechts) soll Nutzer zusätzlich auch vor Erreichen einer Paywall zum Abschluss eines Abos bewegen/ Foto: Facebook

Facebook startet in den USA und Europa den Test eines neuen Abo-Modells. Dieses ermöglicht es Verlagen, Inhalte in den Instant Articles zahlungspflichtig zu machen. Demnach müssen Facebook-Nutzer künftig, wenn sie solche Premium-Inhalte lesen wollen, ein Abonnement der jeweiligen Medienmarke abschließen.

Facebook bietet Verlagen dafür zwei Paywall-Varianten an. Zum einen ein Metered-Modell, bei dem Nutzer monatlich eine bestimmte Anzahl an Artikeln kostenfrei lesen können und erst bei Erreichen einer vorab definierten Grenze zur Zahlung aufgefordert werden. Diese Grenze soll zu Beginn einheitlich bei zehn Artikeln liegen. Künftig will das soziale Netzwerk aber auch verschiedene andere Varianten testen.

Die zweite Option ist ein Freemium-Modell, bei dem ausgewählte Artikel bezahlpflichtig sind. Die Entscheidung, welche Inhalte das sind, soll laut Facebook allein beim Verlag liegen.

Die Abonnements sind so angedacht, dass Nutzer nach dem Abschluss vollen Zugriff auf alle Inhalte des Herausgebers bekommen. Das schließt auch den kompletten Zugang zur Website und den Apps der jeweiligen Medienmarke mit ein. Zu Beginn wird der Test nur auf Android-Geräten durchgeführt, soll jedoch künftig auf weitere Betriebssysteme ausgeweitet werden.

Umsatz und Daten bleiben beim Verlag

Die Transaktion zum Abschluss des Abonnements soll über die Website der Medienmarke erfolgen. Die Zahlung soll direkt von Verlag abgewickelt werden. Dadurch soll er auch 100 Prozent des Umsatzes behalten. Die Beziehung zwischen Herausgeber und Abonnenten soll in der Folge genauso funktionieren, wie dies aktuell auch auf den Websites der Medienmarken der Fall ist. Der Herausgeber soll laut Facebook den direkten Zugang und die vollständige Kontrolle behalten. Dazu gehöre auch die Preisgestaltung und das Eigentum an den Abonnentendaten. Sollte eine Nutzer bereits Abonnent sein, so könne er dies innerhalb von Instant Articles verifizieren und damit auf alle Inhalte des Herausgeber zugreifen.

Abgesehen von dem reinen Abo-Modell plant Facebook weitere Maßnahmen zu testen, mit denen Verlage neue Abonnenten gewinnen sollen. So soll es einen Call-to-Action-Button „Abonnieren“ geben, der direkt in den Instant Articles erscheint und auch schon vor Erreichen einer Paywall sichtbar ist. Er soll den „Gefällt mir“-Button rechts oben im Artikel ersetzen. Ähnliche Buttons gibt es bereits für eine „Registrierung für E-Mail-Newsletter“ und für die „App-Installation“.

Die Verlagspartner, mit denen Facebook bei dem Test kooperiert, sind Bild (Axel Springer), Der Spiegel, The Boston Globe, The Economist, Hearst (The Houston Chronicle und The San Francisco Chronicle), La Repubblica, Le Parisien, The Telegraph, Tronc (The Baltimore Sun, The Los Angeles Times und The San Diego Union Tribune) und The Washington Post.

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(wr) 20.10.2017


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