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Buchmarkt verzeichnet rückläufige Umsätze

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Blickt trotz der zuletzt rückläufigen Ab- und Umsätze optimistisch auf das neue Jahr: Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels/ Foto: Claus Setzer

Der Buchmarkt hat 2017 über alle Warengruppen hinweg einen leicht rückläufigen Umsatz erzielt. Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilt, sank der Umsatz mit Publikumstiteln über die Vertriebswege Sortimentsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, Kauf- und Warenhaus, Elektro- und Drogeriemarkt (jeweils Barumsatz) sowie E-Commerce gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent. Der Umsatz im stationären Handel lag drei Prozent unter dem von 2016. Der Absatz ging über alle Vertriebswege hinweg um 3,6 Prozent zurück, während im stationären Handel das Minus bei 5,1 Prozent lag.

„2017 war für den Buchhandel ein herausforderndes Jahr“, hält Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, fest. „Das Buch behauptet sich in der Medienlandschaft, sieht sich aber in einem zunehmenden Wettbewerb um Zeit und Aufmerksamkeit der Menschen. Es zeichnet sich ab, dass gerade die sozialen Medien mit ihrer hohen Kommunikationsdichte die Zeitbudgets der Nutzer immer stärker beanspruchen.“ Zudem hätte die rückläufige Kundenfrequenz in Innenstädten zu weniger Käufern in den Buchhandlungen vor Ort geführt.

Aufgeschlüsselt nach einzelnen Warengruppen zeigt sich, dass es der Belletristik noch am besten ergangen ist. Dort lag das Umsatzminus in 2017 bei nur einem Prozent. Auf der anderen Seite verzeichnete die Warengruppe ‚Geisteswissenschaften, Kunst, Musik‘ mit einem Minus von sechs Prozent den mit Abstand stärksten Rückgang.

Bei Betrachtung der einzelnen Editionsformen zeigt sich, dass sowohl Hard- und Softcover als auch Taschenbücher ein Umsatzminus verzeichneten. Deutlich stärker jedoch war der Rückgang bei den E-Books. Einzig Kalender konnten ein leichtes Plus verzeichnen.

Noch 2016 hatte der Buchmarkt insgesamt leicht zugelegt, was vor allem an den starken Ergebnissen im Versandbuchhandel lag, die den rückläufigen Umsatz im stationären Handel überkompensieren konnten. Auf Basis der bisher ausgewertet Daten scheint sich dies nun 2017 nicht zu wiederholen. In einer ersten Prognose für 2018 sagt Riethmüller: „Die Branche blickt dennoch optimistisch ins neue Jahr. Der Buchhandel reagiert auf die Wünsche der Kunden und betreibt inzwischen fast flächendeckend Cross-Channeling. Er kombiniert die Vorteile des Handels vor Ort mit denen des Online-Einkaufs. Buchhandlungen wie Verlage sind weiterhin gefragt, überzeugende Konzepte zur Kundenansprache und -bindung zu entwickeln, um den Stellenwert des Buches und des Lesens in der Gesellschaft zu festigen. Um die Kundenfrequenz in den Innenstädten langfristig zu verbessern, fordern die Händler von den Kommunen, dass sie sich verstärkt für vitale Innenstädte und einen starken Einzelhandel einsetzen.“


Lesen Sie hier, welches die bestverkauften Bücher 2017 in der Warengruppe Belletristik waren.


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(wr) 05.01.2018


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