Trend-Report: Was Medienunternehmen 2018 beschäftigen wird

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Für die meisten Verlagsentscheider steht die Investition ganz oben auf der Agenda für 2018. Im Zusammenhang damit steht auch, dass 58 mehr registrierte Nutzer gewinne wollen/ Quelle: Reuters Institut for the Study of Journalism

Das Reuters Institut for the Study of Journalism (RISJ) an der Universität Oxford hat kürzlich einen Bericht vorgelegt, der wichtige Herausforderungen und geplante Initiativen der Verlags- und Medienbranche dokumentiert. Dafür wurden 194 Geschäftsführer, Digitalexperten und leitende Redakteure nach den Chancen und Risiken befragt, die bei ihnen im Jahr 2018 im Fokus stehen werden.

44 Prozent der Befragten gaben an, dass Abonnements für sie eine sehr wichtige Erlösquelle im Digitalbereich sein werden. Damit wird das Abo von mehr Entscheidern der Verlagsbranche als wichtige digitale Erlösquelle angesehen als irgendeine andere Alternative. Denn erst danach folgen monetarisierte Videos (40 Prozent), Branded und Sponsored Content (39 Prozent), Display-Werbung (38 Prozent), Events (23 Prozent) oder E-Commerce (zwölf Prozent).

Eine wichtige Rolle wird weiterhin der Umgang mit großen Plattformen spielen. 44 Prozent der Publisher erklärten, dass sie derzeit besorgter über den Einfluss von Facebook und Co. sind als noch vor einem Jahr. Unter den Verantwortlichen aus Zeitungsverlagen waren es sogar 55 Prozent. Dabei zeigten sich auch Unterschiede in der Einstellung gegenüber den verschiedenen Plattform-Unternehmen. Während allen voran Facebook, aber auch Snapchat, negative Bewertungen bekamen, wurden die Beziehungen zu Twitter und Google als positiv eingeschätzt.

Mit Blick auf neue Technologien und Formate werden 2018 vor allem Audio und künstliche Intelligenz (KI) im Fokus stehen. 58 Prozent der Befragten wollen sich stärker auf Podcasts und ebenso viele intensiver mit sprachgesteuerten Geräten beschäftigen. Sogar 72 Prozent gaben an, mit KI experimentieren zu wollen, beispielsweise um Leser bessere Empfehlungen für Inhalte geben zu können oder um die Content-Produktion effizienter zu gestalten.

Gerade der Aspekt der Personalisierung wird auch an anderer Stelle relevant werden: Publisher werden 2018 auch ihre Bemühungen fortsetzen, mittels Registrierungsschranken Daten über ihre Leser zu gewinnen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse sollen nicht nur eine auf persönliche Interessen zugeschnittene Content-Ausspielung ermöglichen, sondern auch in der Ansprache und den Services des jeweiligen Unternehmens zum Tragen kommen.

Grundsätzlich leiten die Forscher des RISJ aus den Antworten ab, das 2018 eine voranschreitende Verschiebung von Reichweiten- und Anzeigen-basierten Geschäftsmodellen hin zu Engagement- und Abonnement-basierte Ansätzen zu beobachten sein wird. Damit einher geht aber auch die Überlegung, wie Content künftig im Web ausgespielt wird. Den gesellschaftlichen Aspekt daran schildern die Forscher in folgendem Gedankengang: „Wenn immer mehr hoch-qualitative Inhalte hinter Bezahlschranken verschwinden, dann ist die Gefahr groß, dass sich die Eliten und der Rest der Bevölkerung weiter voneinander entfernen. Möglicherweise werden wir eine Situation erleben, in der diejenigen, die sich ein Abonnement nicht leisten können, nur noch Zugang zu Journalismus von niedriger Qualität und einer Menge Falschinformationen haben werden.“

Den vollständigen Trend-Report können Sie hier herunterladen.

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(wr) 12.01.2018


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