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Inhalte selbst zu produzieren, hat Google als Strategie für die Zukunft nicht in der Schublade – das zumindest sagte Google-Vizepräsident David. C. Drummond in einem Interview mit der französischen Tageszeitung LE MONDE. „Wir werden unsere Positionierung als Suchmaschinenbetreiber weiterverfolgen. Dabei wird es immer wichtiger, mehr Inhalte zu bieten. Außerdem werden wir Bücher verkaufen und ein Vertriebsnetz aufbauen“, so Drummond gegenüber LE MONDE. „Wir streben nicht an, ein Inhalteanbieter zu werden.“
Die Zukunft der Printmedien sieht der Vize des Suchmaschinengiganten derweil optimistischer als mancher Verleger. Dass Google eines Tages die NEW YORK TIMES für einen Dollar erwerbe, wie es der französische Meinungsmacher Alain Minc prognostizierte, sei höchst unwahrscheinlich. „In letzter Konsequenz werden die NEW YORK TIMES und andere Zeitungen einen Weg finden, ihren Nutzern nachfragegerechte Inhalte zur Verfügung zu stellen und sich diese auch bezahlen zu lassen“, meint Drummond. „Für Google ist es frustrierend, ständig für die schwierige Situation der Zeitungen verantwortlich gemacht zu werden“, betonte er. „Die Milliarden Klicks, die die Websites der Verleger über uns erreichen, entsprechen schätzungsweise einem Wert von sechs Milliarden Dollar (4,3 Mrd. Euro) pro Jahr, während sich unser Reingewinn auf 4,5 Milliarden Dollar beläuft.“
Foto: Google
(jh) 30.06.2009
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