Donnerstag, 29. Juli 2010

Medien

Kartellamt genehmigt Verkauf der Nürnberger ABENDZEITUNG

Das Bundeskartellamt hat der Übernahme der Nürnberger ABENDZEITUNG (AZ) durch den Medienunternehmer Gunther Oschmann zugestimmt. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage des Mediendienstes NEW BUSINESS. Oschmann darf demnach die ABENDZEITUNG (Verkaufsauflage: 17.000 Exemplare) und deren Anzeigenblatt Frankenreport übernehmen. Das Nürnberger Blatt gehörte bislang zum Münchner Verlag Die Abendzeitung, der sich im Besitz der Verleger-Familie Friedmann befindet. Sie hält darüber hinaus auch 18,75 Prozent der Anteile am Süddeutschen Verlag. Der geplante Verkauf war bereits Anfang Februar angekündigt worden.

Oschmann will den Ableger des Münchner Boulevardtitels stärker als regionales Blatt positionieren und mit seinen anderen Unternehmungen in Franken – einem Telefonbuch-Verlag, elektronischen Medien und regionalen Anzeigenblättern – vernetzen. Den überregionalen redaktionellen Mantel der Nürnberger Tageszeitung soll auch künftig die Münchner AZ liefern, Regionales wird in Nürnberg von der dortigen Redaktion produziert. Nach der Freigabe durch das Kartellamt kann sich Oschmanns Nürnberger AZ nun auch der neuen nationalen Anzeigenvermarktungs-Allianz von M. DuMont Schauberg, Dresdner Druck- und Verlagshaus (G+J) und Ippen-Gruppe anschließen. Die Partner planen im Boulevard-Werbemarkt ein Gegengewicht zur BILD-ZEITUNG.


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(jh) 15.03.2010


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