FAZ führt neues Paid-Content-Modell ein

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Will nicht mehr länger nur mit Preiserhöhungen auf die sinkenden Auflagen reagieren: Thomas Lindner, Vorsitzender der Geschäftsführung der FAZ, kündigt ein Einstiegsangebot für preissensible Nutzer an/ Foto: Oliver Reetz - Hanseshot

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat ihr digitales Abo-Angebot überarbeitet und ein neues, dreistufiges Modell eingeführt. Leser erhalten dabei jeweils zum Wochenpreis in verschiedenem Umfang Zugang zu Premium-Inhalten. Das Modell startet zunächst in der Beta-Phase.

Gänzlich neu ist das Angebot F+. Darin sind sämtliche Artikel auf FAZ.net gebündelt, darunter laut Verlagsangaben mehr als 500 Stücke, die zahlenden Lesern vorbehalten sind. Sie stammen aus der Online-Redaktion, der gedruckten FAZ, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS), der Frankfurter Allgemeinen Woche und aus Frankfurter Allgemeine Quarterly. Abonnenten zahlen nach einer 30-tägigen Testphase im ersten Jahr 2,95 Euro pro Woche und im zweiten Jahr wöchentlich 4,95 Euro.

Zu den Spezifikationen des Angebots zählt auch, dass die Abrechnung monatlich erfolgt und das Abo jederzeit bis zu einem Tag vor der nächsten Abrechnung gekündigt werden könne. Sofern Nutzer bereits Digital-Abonnenten der FAZ sind, erhalten sie automatisch Zugang zum Angebot von F+. Für die Abonnentenverwaltung führt die FAZ ein neues System vom Dienstleister Plenigo ein.

Die weiteren Angebotsstufen werden mit FAZ Digital und FAZ Premium bezeichnet. FAZ Digital beinhaltet den Zugang zum gesamten digitalen Angebot der FAZ und der FAS sowie zu allen Apps. Es kostet für Neukunden in den ersten vier Wochen 4,95 Euro pro Woche und anschließend 10,90 Euro pro Woche. Das Angebot FAZ Premium beinhaltet zusätzlich zur digitalen Zeitung und den Apps die Printausgabe der FAZ. Es kostet für Neukunden in den ersten vier Wochen 8,95 Euro pro Woche und anschließend 17,40 Euro pro Woche.

Thomas Lindner, Vorsitzender der Geschäftsführung der FAZ, hatte das neue Modell bereits Mitte September auf dem VDZ Distribution Summit in Hamburg angekündigt. „Um unsere Umsätze trotz sinkender Auflagen zu sichern, erhöhen wir jedes Jahr die Preise und bauen so Markteintrittsbarrieren für andere Medien ab und für neue Nutzer auf. Diese Strategie funktioniert nicht auf Dauer, weshalb wir uns diesem Thema mit Innovationen – und vielleicht auch Brüchen – zuwenden müssen“, hatte Lindner erklärt. Das neue Angebot F+ sei der Versuch, ein Einstiegsprodukt für jüngere und preissensiblere Nutzer zu etablieren. Teil dieser Initiative sei auch, dass die FAZ den Anteil bezahlpflichtiger Inhalte auf ihrer Website „signifikant“ erhöhen wolle.

Carsten Knop, Chefredakteur Digitale Produkte bei der FAZ, schreibt auf FAZ.net, dass das neue Angebot darauf einzahlen soll, dass immer mehr Leser über mobile Endgeräte auf die digitalen Inhalte der Zeitung zugreifen. "Mehr als 60 Prozent aller Zugriffe auf unser FAZ.net-Onlineangebot kommen von mobilen Geräten", so Knop. "Für diese Nachfrage braucht es ein neues digitales Angebot, das leicht verständlich und bequem zu nutzen ist."

Laut Knop ist es auch möglich, die bezahlpflichtigen F+-Artikel zu teilen, wobei die Empfänger sie selbst ohne F+-Abonnement kostenfrei lesen können.


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(wr) 09.10.2018


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