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Rudolf Thiemann eröffnet Publishers‘ Summit

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Richtet Forderungen an die Politik: VDZ-Präsident Dr. Rudolf Thiemann

In der Rede, mit der er am heutigen Vormittag (5.11.) den Publishers‘ Summit eröffnete, forderte Dr. Rudolf Thiemann, Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), die Politik dazu auf, sich nicht nur zu einer freien Presse zu bekennen, sondern die Bedingungen für ihre Lebens- und Funktionsfähigkeit zu verbessern. „Denn eine freie, publizistisch und wirtschaftlich vom Staat unabhängige Presse ist für eine freie, demokratische Gesellschaft unverzichtbar“, so Thiemann.

Politiker und Beamte in Berlin und Brüssel müssten viel genauer darauf achten, die Bedingungen für den Erhalt einer solchen Presse auf allen klassischen und digitalen Vertriebswegen zu verbessern. Hierzu gehörten das Urheber- und Verlegerrecht, E-Privacy Verordnung, Medienplattformregulierung, Telefonmarketing, AVMD-Richtlinie und Werbebeeinträchtigungen sowie die Mehrwertsteuer für digitale Presseangebote.

Darüber hinaus ist aus Thiemanns Sicht von besonderer Bedeutung, dass im Rahmen des Verlegerrechts auch Suchmaschinen- und Aggregatorensnippets erfasst würden. An die anwesende Bundesministerin Dr. Katarina Barley gewandt, forderte er: „Deutschland muss im Ministerrat ohne Wenn und Aber für ein Verlegerrecht eintreten, wie ich es gerade beschrieben habe. Unter keinen Umständen darf das Bundesjustizministerium ein Recht akzeptieren, das hinter deutsches Recht zurückfällt.“

Die Bedingungen für die ökonomische Lebensfähigkeit der freien Presse zu verbessern, sei dringlich geboten, da angesichts der gegenwärtig zu beobachtenden beispiellosen Verrohung des öffentlichen Diskurses eine faktenorientierte, ausgewogene Berichterstattung, wie sie der Zeitschriftenjournalismus anstrebe, für die Gesellschaft als ganze von größerer Bedeutung denn je sei. Thiemann betonte, „dass wir wie keine andere Branche Träger von Werten sind, die wir den Angriffen auf Freiheit und Demokratie entgegenhalten können. Freiheit, Vielfalt und Wettbewerb sind unsere Säulen. Sie sind das Schmieröl der Demokratie.“

Die eigene Branche rief Thiemann zu Geschlossenheit auf. „In einer von Monopolen geprägten und dominierten digitalisierten Medienwelt kann eine mittelständische Branche wie die Zeitschriftenverleger nur vorankommen, wenn die Beteiligten solidarisch zu einander stehen und handeln“, so Thiemann.

Der jährlich stattfindende Publishers' Summit bildet das Branchentreffen der im VDZ organisierten Zeitschriftenverlage. Dazu kommen heute und morgen mehr als 500 Verlagsvertreter und weitere Gäste in Berlin zusammen. Dabei werden rund 30 Redner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auftreten.



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(sgo) 05.11.2018


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