Zeitungsvertrieb bringt mehr als die Hälfte der Brancheneinnahmen

Die Zeitungsbranche erzielt weltweit mit Vertriebserlösen 53 Prozent ihrer Gesamteinnahmen. Das entspricht einem Wert von rund 90 Mrd. US-Dollar. Dies ist ein zentrales Ergebnis der World Press Trends – einer Studie des Weltverbands der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA), die in dieser Woche vorgestellt wurde. Insgesamt erzielte die Branche 2015 aus Vertriebs- und Werbeerlösen 168 Mrd. US-Dollar.

Die Studie betrachtet die Entwicklung der Zeitungsmärkte weltweit und wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen nationalen Verbänden – wie dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) – erstellt. Dabei hat sich gezeigt, dass Deutschland einer der stabilsten Märkte in Europa ist, gemessen am Jahresvergleich 2015/2014.

So entwickelte sich die Gesamtauflage der kostenlosen und kostenpflichtigen Tageszeitungen mit einem Minus von zwei Prozent nur leicht rückläufig. Zum Vergleich: In Großbritannien sank dieser Wert um mehr als acht Prozent.

Gleichzeitig stabilisierten sich hierzulande die Leserzahlen mit einem Rückgang von nur noch 1,42 Prozent. Aufgeschlüsselt nach Altersgruppen zeigt sich, dass mehr als 65 Prozent der Erwachsenen, etwa 50 Prozent der 30-39-Jährigen und rund 40 Prozent der 20-29-Jährigen eine gedruckte Tageszeitung lesen.

Vincent Peyrègne, CEO von WAN-IFRA, warnt allerdings vor zu viel Optimismus: „Deutschland bietet im Vergleich tatsächlich ein sehr stabiles Umfeld für die Zeitungsbranche. Dennoch ist die deutsche Nachrichtenbranche nicht immun gegen die Herausforderungen und schwierigen Entscheidungen, vor denen auch andere Nachrichtenanbieter weltweit stehen.“ Hierzu zählt der Peyrègne unter anderem die Suche nach neuen Einnahmequellen sowie das Experimentieren mit neuen Formen des Journalismus und innovativen Plattformen.

Als beunruhigend stuft WAN-IFRA die sinkende Zahl der in deutschen Nachrichtenunternehmen tätigen Journalisten ein. Im Jahr 2015 waren es der Studie zufolge nur noch 10.580 – ein Rückgang um fast 19 Prozent.


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(wr) 16.06.2016


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