Zeitschriftenlesen ist bei Kindern beliebter als digitale Beschäftigung

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Lesen Kinder eigentlich noch gedruckte Zeitschriften? Oder wächst eine immerhin mehr als sieben Mio. Menschen umfassende Generation von Lesern heran, die Informationen ausschließlich auf digitalem Weg konsumiert? Die Verlage von sechs Kinderzeitschriften wollten es wissen und haben unter der Fragestellung „Young Digital Natives: Wie digital sind sie wirklich?“ nachforschen lassen. Das Ergebnis der Kinder-Medien-Studie: Digitale Medien sind zwar attraktiv, aber 72 Prozent aller deutschen Kinder bis 13 Jahre lesen privat mehrmals pro Woche bedrucktes Papier. Kinderbücher und Zeitschriften erreichen mehr Sechs- bis 13-Jährige als YouTube und Spielekonsolen!

Für die Kinder-Medien-Studie haben Blue Ocean Entertainment, Egmont Ehapa Media, der Spiegel-Verlag, Gruner + Jahr, Panini und der Zeit Verlag vom Marktforschungsunternehmen Czaia aufwändig untersuchen lassen, wie die aktuelle Lebenswelt und die Mediennutzung von Kindern in Deutschland aussieht. Ergebnis: 72 Prozent aller Kinder lesen mehrmals pro Woche oder sogar täglich Bücher oder Zeitschriften. Allerdings nimmt die Zahl der Leser mit steigendem Alter leicht ab. Bei den Vier- und Fünfjährigen sind es noch 77 Prozent, bei den Sechs- bis Neunjährigen 74 Prozent. Von den Zehn- bis Dreizehnjährigen lesen noch 69 Prozent mehrmals pro Woche. Erst in dieser Altersgruppe übersteigt der Wert für „Digitales Spielen“ auf Konsole, Laptop oder Smartphone mit 73 Prozent erstmals leicht den für das Lesen. „Filme ansehen“ – ob im Internet oder als DVD – spielt bis ins Alter von neun Jahren nur eine untergeordnete Rolle. Ab zehn steigt der Wert steil an. Dann schauen 59 Prozent dieser Altersgruppe mehrmals wöchentlich Videos auf YouTube oder Filme auf DVD an. Aber selbst in diesem Alter lesen noch deutlich mehr Kinder. Insgesamt wird also in der Kindheit vielmehr gelesen als gedaddelt und Videos geschaut.

Rechnet man Taschengeld und Geldgeschenke, die Kinder zum Geburtstag oder anderen Anlässen erhalten, zusammen, dann verfügen schon die Jüngsten über eine erkleckliche Summe im Monat, nämlich rund 18,50 Euro. Durchschnittlich 222 Euro im Jahr können die Vier- und Fünfjährigen in Deutschland ausgeben. Im Grundschulalter (sechs bis neun Jahre) können die Kinder jährlich bereits über durchschnittlich 380 Euro verfügen, monatlich also 31,65 Euro. Noch mehr haben die Zehn- bis 13-Jährigen zur Verfügung. Sie bekommen jährlich 640 Euro an Taschengeld und Geldgeschenken. Gut 53,30 Euro im Monat könnten die Heranwachsenden statistisch gesehen ausgeben. Alle Altersgruppen haben also genug Taschengeld, um passende Zeitschriften zu kaufen.

Spiele-Apps und Online-Spiele belegen übrigens den letzten Platz im Taschengeldranking. Bis ins Alter von elf Jahren spielen diese quasi keine Rolle. Erst ab einem Alter von zwölf Jahren geben acht Prozent der Kinder Geld dafür aus. Das mag auch damit zusammenhängen, dass es Kindern zumeist dann erst erlaubt ist, selbst zu bestimmen, welche Apps sie benutzen. Welche Zeitschriften es liest, darf hingegen schon fast jedes zweite fünfjährige Kind bestimmen. Bis zum Alter von neun Jahren dürfen das schon zwei Drittel und danach fast alle Kinder. Bei den Apps kontrollieren die Eltern bei neun von zehn Neunjährigen, was sie herunterladen.



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(uk) 08.08.2017


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