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Springer erzielt Gewinn und benennt Konzernsegmente um

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Döpfners Ziel: Die Medienmarken des Verlag profitabel weiterentwickeln/ Foto: Axel Springer SE

Axel Springer hat im dritten Quartal 2017 ein Umsatzplus von 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg um 19,5 Prozent auf 74,9 Mio. Euro an. Mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf sprach der Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Döpfner von den „besten Neunmonatszahlen in der Geschichte des Unternehmens“.

Dies traf allerdings nicht auf das Vertriebsgeschäft des Verlags zu. Dort sanken die Erlöse zwischen Januar und September um 1,4 Prozent, auf nationaler Ebene sogar um 5,7 Prozent. Der Konzern führt dies auf das „allgemeine Marktumfeld“ zurück. International hingegen legten die Vertriebserlöse um 20,4 Prozent zu.

Bezahlangebote heißen nun News Media

Springer wies die Ergebnisse der einzelnen Konzernbereiche erstmals unter neuer Bezeichnung aus. Der Bereich Bezahlangebote, der unter anderem die Medienmarken Bild und Welt umfasst, heißt nun News Media. Die Rubrikenangebote laufen künftig unter der Bezeichnung Classifieds Media und die Vermarktungsangebote unter Marketing Media. Springer will damit zum einen der zunehmenden Internationalisierung Rechnung tragen. Im vergangenen Quartal erzielte der Verlag erneut ein Wachstum im Auslandsgeschäft, dass nun mit 49,3 Prozent fast die Hälfte zum Konzernumsatz beiträgt.

Zum anderen soll die Umbenennung vor allem bei den Bezahlangeboten besser widerspiegeln, worum es sich dabei handelt. So erklärt Döpfner: „Gerade der Begriff Bezahlangebote oder Paid Models wurde außerhalb von Axel Springer nicht wirklich verstanden. News Media dagegen verdeutlicht eher, dass wir in diesem Segment unsere journalistischen Angebote bündeln.“ An der inhaltlichen Zusammensetzung der einzelnen Segmente habe sich indes nichts geändert.

Im gesamten Segment News Media erzielte Springer in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 einen Umsatz von rund 1,095 Mrd. Euro, ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der digitale Anteil der Erlöse lag bei 32,5 Prozent. Döpfner bilanzierte: „Die Ergebnisse zeigen: Mit unseren Digital- und Printgeschäften, mit Kostendisziplin und der richtigen Fokussierung können wir die News Media sehr profitabel weiterentwickeln. Und das ist unser erklärtes Ziel.“

Neue Verlagsstruktur soll Print stabilisieren

Die wohl wichtigste Maßnahme zur Weiterentwicklung war im dritten Quartal die Aufteilung des Verlagsbereichs in eine Print- und eine Digitaleinheit. Döpfner sprach im Rahmen der Quartalsbilanz auch dieses Thema an und betonte: „Es geht keineswegs darum, zwischen Print und Online irgendwelche Gräben zu errichten oder strukturelle Voraussetzungen für einen Verkauf zu schaffen. Es geht darum, die Potenziale beider Vertriebswege optimal zu nutzen.“

Zudem bekräftigte er, dass Kostenreduzierungen nicht im Vordergrund der Aufteilung stehen. Zwar seien Kosteneffekte durch den Wegfall von Doppelstrukturen zu erwarten. Aber: „Es geht vor allem darum, den Print-Bereich zu stabilisieren, zu stärken und die dafür nötigen, spezifischen Kompetenzen noch klarer zu allokieren. Auf der anderen Seite wollen wir die Digitalbereiche noch klarer und entschiedener auf Wachstum auszurichten, so wie es auch reine Digital-Native-Verlage tun. Deshalb glauben wir, dass wir mit dieser neuen Verlagsstruktur die richtigen Weichen stellen.“


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(wr) 08.11.2017


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