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Studie belegt: Junge Leser verbringen weniger Zeit mit Zeitungsangeboten

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Junge Leser zu erreichen ist eine große Herausforderung für Zeitungsverlage. Denn offenbar beschäftigen sie sich trotz aller Digitalangebot immer weniger mit Zeitungsprodukten/ Foto: Jovica Varga

Eine neue Studie aus Großbritannien liefert wissenschaftliche Belege dafür, dass junge Leser im Zuge der Digitalisierung weniger Zeit mit Zeitungen verbringen  - und zwar auch unter Berücksichtigung derer Online-Angebote. Die Analyse der Nutzerdaten von acht britischen Zeitungen (u.a. The Guardian, The Sun, The Telegraph) zeigte, dass die Zeit, mit der sich Leser der Altersgruppe 18 bis 34 Jahre einer Zeitung widmen, seit 2000 um 64 Prozent zurückgegangen ist.

Im selben Zeitraum hat die Zeit, mit der die Altersgruppe 55+ Zeitungen nutzt, um nur 14 Prozent abgenommen. Bei den 35- bis 54-Jährigen betrug das Minus 57 Prozent. Über alle Altersgruppen hinweg ist die Nutzungszeit um 40 Prozent zurückgegangen.

Dies hat Veränderungen der Altersstruktur von Zeitungslesern zur Folge. Alle betrachteten Titel bekamen 2016 einen proportional höheren Anteil an Aufmerksamkeit von älteren Lesern als noch im Jahr 2000. Gleichzeitig nahm dieser Anteil bei jüngeren Lesern ab. Anders ausgedrückt: Zwar verbringen auch ältere Leser weniger Zeit mit der Zeitung und ihren Digitalangeboten, doch gewinnen sie aufgrund des noch stärkeren Rückgangs bei der jungen Leserschaft dennoch an Bedeutung.

Print wird länger genutzt als Online

Trotz aller digitalen Angebote beschäftigen sich Leser immer noch länger mit dem Print- als mit dem Online-Produkt. Allerdings verbringen bei den meisten der betrachteten Titel auf den Digitalangeboten die jungen Leser am meisten Zeit.

Erklärungsansätze für diese Entwicklungen sehen die Autoren der Studie zum einen in dem heutigen Medienangebot, dass wesentlich mehr Auswahlmöglichkeiten als noch vor einigen Jahren bietet. Geht man von einem annähernd gleichen Zeit-Budget aus, das eine Person pro Tag auf den Medienkonsum verwenden kann, so verteilt sich dieses heute auf mehr Angebote, weshalb die relative Nutzungszeit pro Angebot sinkt. Ein weiterer Ansatzpunkt sei das veränderte Nutzungsverhalten vor allem in digitalen Raum, das eher von kurzweiliger Informationsaufnahme („snacking and scanning“) geprägt ist.

Zusammenfassend halten die Autoren fest: „Obwohl die digitale Disruption es Zeitungsmarken ermöglicht, jüngere Zielgruppen zu erreichen, hat die von flüchtiger Aufmerksamkeit geprägte Nutzung eben dieser neuen Angebote einen möglichen Verjüngungseffekt verwässert.“

Die vollständige Studie zum Nachlesen finden Sie hier.


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(wr) 13.12.2017


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