Kartellamt: Ippen-Gruppe darf Mediengruppe Frankfurt übernehmen

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Gewinnt im Markt für Regional- und Lokalzeitungen weiter an Einfluss: Dr. Dirk Ippen/ Foto: Klaus Haag

Dr. Dirk Ippen hat beim Kauf der Mediengruppe Frankfurt (u.a. Frankfurter Rundschau, Frankfurter Neue Presse) die nächste Hürde genommen: Das Bundeskartellamt gibt die Übernahme frei. Somit steht dem Erwerb des regionalen Zeitungsverlages von der Fazit-Stiftung nichts mehr im Weg.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, analysiert die Marktsituation wie folgt: "Das Zusammenschlussvorhaben führt für die Leser in der Stadt Frankfurt zu Verbesserungen. Derzeit verfügt die FAZ-Gruppe in Frankfurt mit den drei Titeln Frankfurter Neue Presse, Frankfurter Rundschau und der Regionalausgabe der Frankfurter Allgemeine Zeitung über ein Monopol. Nach dem Zusammenschluss werden Frankfurter Neue Presse und Frankfurter Rundschau im Wettbewerb zur Regionalausgabe der Frankfurter Allgemeine Zeitung stehen und die Leser können zwischen zwei voneinander unabhängigen Mediengruppen auswählen."

Darüber hinaus hat das Bundeskartellamt auch mit Blick auf die Leser- und Anzeigenmärkte in Südhessen keine Einwände gegen die Übernahme. In einer Mitteilung der Behörde heißt es dazu: "Bei den betroffenen Anzeigenmärkten handelt es sich ausnahmslos um sogenannte Bagatellmärkte, welche – aufgrund des geringen Umsatzvolumens – von Gesetzes wegen bei der Entscheidung über die Freigabefähigkeit eines Zusammenschlussvorhabens nicht berücksichtigt werden dürfen. Auf den betroffenen Lesermärkten kommt es infolge des Zusammenschlussvorhabens in der Stadt Offenbach, im Landkreis Offenbach und im Wetteraukreis zu Überschneidungen. Dieser Umstand stand einer Freigabe aber nicht entgegen, da die Verbesserungen auf dem Lesermarkt in der Stadt Frankfurt deutlich gewichtiger sind als etwaige Verschlechterungen in diesen Gebieten."

Anfang Februar war bekannt geworden, dass die Fazit-Stiftung die Mediengruppe Frankfurt an die Zeitungsholding Hessen – mehrheitlich im Besitz der Ippen Mediengruppe – veräußern will. Teil des Deals sind auch  die Vermarktungsgesellschaft RheinMain.Media, die Digitalagentur Rhein-Main.Net und die Frankfurter Societäts-Druckerei.

Prof. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender des Kuratoriums der Fazit-Stiftung, hatte den Schritt damit begründet, dass sich die Stiftung mit der FAZ künftig auf eine nationale Strategie konzentrieren will. Zudem würde die Zukunft der betroffenen Medienmarken so auf eine „bessere Entwicklungsgrundlage“ gestellt.

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(wr) 05.03.2018


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