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Springer wächst weiter deutlich – aber nicht im Vertrieb

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Sieht Axel Springer als "digitales Wachstumsunternehmen": Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Döpfner/ Foto: Andreas H. Bitesnich

Axel Springer hat 2017 ein Umsatzplus von 8,3 Prozent auf rund 3,6 Mrd. Euro erwirtschaftet. Bereinigt um  Konsolidierungs- und Währungseffekte legte der Umsatz um 6,3 Prozent zu. Der Konzernüberschuss blieb mit 378 Mio. hinter dem Vorjahreswert von 450 Mio. Euro zurück, was laut Springer an positiven Einmaleffekten im Jahr 2016 lag. Bereinig lag er 9,2 Prozent über Vorjahresniveau.

Wachstumsmotor des Konzerns waren weiterhin die digitalen Geschäftsmodelle und die Rubrikengeschäfte. Der Umsatz im Digitalen legte um 12,5 Prozent zu und stand damit für 71,5 Prozent des Konzernumsatzes. Der Umsatz mit Rubrikengeschäften – bei Springer als "Classifieds Media" bezeichnet – erhöhte sich um 14,6 Prozent auf etwas mehr als eine Mrd. Euro. Vor allem die Job- und Immobilienportale (u.a. Immoweb, Immowelt, Stepstone) trugen zu dem Wachstum bei.

Der Unternehmensbereich "News Media" (u.a. Bild und Welt) zeigte ein leichtes Umsatzplus von 1,9 Prozent, nachdem 2016 noch ein Rückgang verzeichnet worden war. Die positive Entwicklung in 2017 ist laut Springer vor allem auf Business Insider sowie die Werbeerlöse von Bild und Welt zurückzuführen.

Werbegeschäft gewinnt gegenüber Vertrieb an Bedeutung

Die Werbeerlöse legten auch bereichsübergreifend deutlich zu, konkret um 13,4 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro. Dagegen setzte sich im Vertrieb die rückläufige Entwicklung der vergangenen Jahre fort: Unter dem Strich stand ein Umsatzminus von 2,1 Prozent auf 633 Mio. Euro. Wie der Verlag mitteilt, konnten die steigenden digitalen Vertriebserlöse die rückläufigen Umsätze der Printpublikationen nicht kompensieren.

Die Vertriebserlöse verlieren damit für Axel Springer weiter an Relevanz. 2017 standen sie für rund 18 Prozent des Konzernumsatzes. Zum Vergleich: 2012 waren noch rund 30 Prozent.

Mit Blick auf die Gesamtergebnisse des Konzerns zieht der Vorstandsvorsitzende Dr. Mathias Döpfner als Fazit: „"Mit seiner deutlichen organischen Steigerung von Umsatz und Ebitda dokumentiert Axel Springer eine neue Entwicklungs-Phase - als digitales Wachstumsunternehmen. Ob aktuelles Weltgeschehen, die nächste Wohnungs- oder Jobsuche - unsere Angebote informieren verlässlich, unterhalten und geben in verschiedensten Lebenslagen Orientierung. Auf diesem Erfolgsmodell werden wir im laufenden Jahr weiter aufbauen."

Für 2018 geht der Konzern davon aus, ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zu erwirtschaften. Während die Rubrikenangebote weiterhin im zweistelligen Prozentbereich zulegen sollen, wird für die News Media ein Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet.

Zusammenfassung: Axel Springer Jahresbilanz 2017 (in Mio. Euro)

2017Differenz zum Vorjahr
Umsatz3562,78,3%
davon Werbeerlöse2521,313,4%
davon Vertriebserlöse633,0-2,1%
   
Bereich Classified Media1007,714,6%
Bereich News Media1509,81,9%
Bereich Marketing Media984,515,0%
Bereich Service/Holding60,7-16,8%

Lesen Sie hier, wie das Geschäftsjahr 2016 für Axel Springer verlief



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(wr) 08.03.2018


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