Wie die taz sich bis 2021 neu erfinden will

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Ein Team aus acht Mitarbeitern der linken Tageszeitung taz hat heute (9. März) einen Innovationsreport veröffentlich, der die Eckpunkte für eine mögliche zukünftige Entwicklung des Blattes festhält. Darin wird in sechs Thesen beschrieben, welche Veränderungen die Zeitung anstoßen müsste, um ihren Journalismus auch langfristig betreiben zu können.

Die Themen des Berichts sind weit gestreut, von Finanzierung über Arbeitsweise in der Redaktion bis hin zu Digitalisierung und Personalmanagement. So beschreiben die Autoren etwa, dass die Online-Reichweite des Blattes gegen den Markttrend sinkt und zu wenig Ressourcen für den Ausbau des Paid-Content-Modells zur Verfügung stehen.

Konkret heißt es: „Drei verantwortliche Personen mit anderthalb Stellen für unser freiwilliges Bezahlmodell taz.zahl ich schaffen eben nur so viel, wie anderthalb Personen schaffen können. Beim britischen Guardian, der inzwischen ein ähnliches Onlinefinanzierungsmodell hat, machen diesen Job etwa 50 Personen. Wir sind nicht der Guardian, wir brauchen auch keine 50 Personen. Aber wir müssen aufhören, digitale Entwicklung nur auf Sparflamme zu betreiben.“

Weitere Forderungen sind, die Mitarbeiter der Zeitung besser zu bezahlen, ein Schichtsystem einzuführen um eine 24-Stunden-Berichterstattung zu ermöglichen und das Feedback der Leser stärker in die Produktentwicklung und den Journalismus des Blattes einzubeziehen.

Der Innovationsreport war im Frühjahr 2017 von der taz-Chefredaktion initiiert worden. In den folgenden Monaten wurden unter anderem Mitarbeiter- Fokusgruppenbefragungen durchgeführt, Workshops zur Weiterentwicklung der taz App, der Community und des Regionaljournalismus veranstaltet sowie Experten aus der Medienbranche konsultiert.

Der Bericht soll die Grundlage für interne Diskussionen im Hause der taz bilden. "Die Gruppe hat ihre Vorschläge in kein Korsett gezwungen", erklärt Katrin Gottschalk, stellvertretende Chefredakteurin und die Teil des Projekt-Teams ist. "Manche Ideen haben wir sehr kontrovers diskutiert. Eine Perspektive wird allerdings ganz deutlich: Wir brauchen mehr digitale Stärke. Wir sollten die taz im Netz neu gründen."

Die taz hat den Innovationsbericht online veröffentlicht.


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(wr) 09.03.2018


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