Mindestlohn: Berliner Zeitungs-Abos können nicht mehr zuverlässig zugestellt werden

Die Berliner Zustell- und Vertriebsgesellschaft (BZV) schlägt stellvertretend für die ganze Zustellbranche Alarm: In einigen Bezirken der Stadt können Zeitungsabonnements nicht mehr täglich zugestellt werden. Grund dafür ist der Mangel an Zustellern, sagt BZV-Chef Dieter Bähr im Interview mit dem TAGESSPIEGEL. Die BZV vertreibt in der Hauptstadt alle Berliner Zeitungen sowie die überregionalen Tageszeitungen. „Die Zustellprobleme beschränken sich derzeit auf einige wenige der insgesamt 26 Bezirke in Berlin, überwiegend im Westen der Stadt“, erklärt Bähr. „Das liegt unter anderem daran, dass es in diesen Bezirken traditionell weniger Nachfragen an Nebenjobs gibt.“

Die Lohnerhöhungen durch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns seit Januar 2015 hätten dazu geführt, dass die Zusteller ihre Verdienstgrenzen früher erreichen, rechnet Bähr vor. Daraus ergebe sich ein zusätzlicher Personalbedarf an Zustellern, um Zustelltouren besetzen zu können. „Hinzu kommt noch der über die Jahre starke Anstieg an Minijobs auch in Branchen, welche tatsächlich Vollzeitstellen schaffen könnten. Damit ist das Potenzial am Arbeitsmarkt für uns geschrumpft“, sagt Bähr.


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(fm) 02.03.2015


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