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Medien Union plant Kontroll-Erwerb des MANNHEIMER MORGEN

Im Raum Mannheim/Ludwigshafen steht offenbar die nächste Fusion im deutschen Zeitungsmarkt vor der Tür. Die Medien Union mit Stammsitz in Ludwigshafen hat am 30. März 2015 beim Bundeskartellamt in Bonn den Kontrollerwerb der Dr. Haas-Gruppe angemeldet. Die Medien Union, die bereits 7,9 Prozent der Haas-Anteile hält, gehört zu den bedeutendsten Playern im deutschen Zeitungsmarkt. Über die Südwestdeutsche Medienholding (SMWH) ist die Medien Union (auch Schaub-Gruppe genannt) am Süddeutschen Verlag in München sowie an den STUTTGARTER NACHRICHTEN und der STUTTGARTER ZEITUNG beteiligt.

Das Kartellamt wird bis zum 30. April 2015 prüfen, ob hier das einfache Prüfverfahren ausreicht oder ob wie beim Funke-Springer-Deal das wesentlich umfassendere Hauptprüfverfahren eingeleitet wird.

Die Dr. Haas-Gruppe befindet sich nach wie vor mehrheitlich im Eigentum der Gründerfamilien. Größter Eigner ist die Familie Bode (22,1 %). Weitere 14,35 Prozent hält Rainer Freiherr von Schilling, 10,36 Prozent liegen bei Felix von Reiswitz (Enkel des langjährigen Herausgebers Dr. Karl Ackermann). 16,5 Prozent befinden sich im Eigenbesitz der Dr. Haas Gruppe, 21,09 Prozent hält die Beteiligungsgesellschaft BWK und 16,7 befinden sich im sogenannten Streubesitz.

So richtig friedlich bzw. im besten Einvernehmen läuft dieses Vorhaben nicht.

Die Familiengesellschafter lassen über die Website des MANNHEIMER MORGEN verlauten: "Die BWK Medien-Beteiligungsgesellschaft, die inzwischen mit 21 Prozent die zweitgrößte Minderheitsgesellschafterin der Mannheimer Mediengruppe Dr. Haas GmbH ist, beabsichtigt die Anteile an die Medien Union Ludwigshafen zu verkaufen. Ob der intendierte Verkauf auch rechtswirksam zustande kommen kann, hängt zum einen von dem Ergebnis der zunächst vorzunehmenden Prüfung des Zusammenschlussvorhabens durch das Kartellamt ab, zum anderen davon, ob die Mitgesellschafter ihr satzungsmäßiges Vorkaufsrecht ausüben."

Auch die Medien Union äußert sich im "Morgenweb": "In einem ersten Schritt verhandelt sie (die Medien Union) mit der BWK Medienbeteiligungsgesellschaft über die Übernahme deren Anteile. In einem weiteren Schritt strebt die Medien Union die Übernahme weiterer Anteile anderer Gesellschafter an, ohne dass hierzu zum jetzigen Zeitpunkt schon konkrete Gespräche aufgenommen worden sind. Um die fusionsrechtlichen Rahmenbedingungen eines möglichen Anteilserwerbs im Vorwege zu klären, hat die Medien Union beim Bundeskartellamt offiziell eine Mehrheitsübernahme angemeldet."

Die anderen Dr. Haas-Anteileigner stehen dieser "Zielsetzung der Medien Union" wohl mehr als skeptisch gegenüber, denn sie stellen klar, "dass sie sich derzeit der Anmeldung beim Bundeskartellamt nicht angeschlossen haben." Hier dürfte dann das Argument Kaufpreisangebot eine wesentliche Rolle spielen.


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(ps) 09.04.2015


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