Samstag, 18. August 2018

Bundeskartellamt genehmigt Übernahme des Bonner General-Anzeigers

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Die Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft mbH darf wie geplant den General-Anzeiger sowie weitere Medien und Beteiligungen des Zeitungsverlages H. Neusser aus Bonn übernehmen. Die erforderliche Freigabe durch das Bundeskartellamt ist bereits erfolgt. "Das Zusammenschlussvorhaben ist aus kartellrechtlicher Sicht nicht bedenklich", erklärt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes. Das Bundeskartellamt könne im Rahmen der Fusionskontrolle Zusammenschlüsse nur danach bewerten, ob auch nach einer Fusion noch ausreichender Wettbewerb auf den betroffenen (Teil-)Märkten erhalten bleibe, begründet die Wettbewerbsbehörde ihre Entscheidung weiter. Die Meinungsvielfalt lasse sich dagegen nicht als eigener Bewertungsmaßstab heranziehen.

In diesem Fall gebe es keine Überschneidungen zwischen den Verbreitungsgebieten und folglich auch keine Auswirkungen auf die jeweiligen Lesermärkte. Zur Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft gehört unter anderem die Mediengruppe um die Regionalzeitung Rheinische Post, die in den Gebieten Düsseldorf, Niederrhein-Nord, Niederrhein-Süd und dem Bergischen Land erscheint. Der Bonner General-Anzeiger erscheint in neun Teilausgaben in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Zwischen den Verbreitungsgebieten liegt bekanntlich der Großraum Köln, in dem mit dem Express (DuMont) und der Kölnischen Rundschau (Heinen Verlag) Tageszeitungen von Wettbewerbern erscheinen.

Frühere Meldungen zum Thema auf dnv-online.net:
Rheinische Post übernimmt Bonner General-Anzeiger (27. April 2018)

NPG darf Lausitzer Rundschau übernehmen (13. April 2018)




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(jf) 16.05.2018


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