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Schweiz: Lokalpresse bekommt weniger Förderung vom Bund

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In der Schweiz wird die Presse jährlich mit einem zweistelligen Millionenbetrag gefördert/ Foto: Felix Pergande - Fotolia

Der Bundesrat der Schweiz hat entschieden, mit welchem Förderbetrag Zeitungen und Zeitschriften im kommenden Jahr unterstützt werden. Die indirekte Presseförderung – eine von der Schweizerischen Post gewährte Ermäßigung in der täglichen Abo-Zustellung, die vom Bund subventioniert wird – liegt für Tages- und Wochenzeitungen der Regional- und Lokalpresse bei 24 Rappen pro Exemplar (rund 21 Cent). Für Zeitungen und Zeitschriften der Mitgliedschafts- und Stiftungspresse (nicht gewinnorientierte Organisationen) beträgt die Ermäßigung 17 Rappen pro Exemplar (rund 15 Cent).

Die Titel der Regional- und Lokalpresse erhalten damit pro Exemplar einen Rappen weniger Förderung als im Vorjahr. Die Grund hierfür liegt in der Zusammensetzung des Förderbetrags: Er setzt sich aus einem festen Betrag von jährlich 30 Mio. Schweizer Franken sowie etwaigen nicht ausgeschöpften Fördermitteln aus dem Vorjahr zusammen. Letztere fielen 2016 geringer aus als im Jahr zuvor, weshalb auch der gesamte Förderbetrag für 2018 geringer ist.

Genau anders herum gestaltet es sich bei den Titeln der Mitgliedschafts- und Stiftungspresse. Dort lag der Jahresüberschuss über dem Vorjahreswert, weshalb auch der gesamte Förderbetrag für 2018 höher ist. Die Ermäßigung pro Exemplar wurde folglich um einen Rappen angehoben.

Versandmenge geht zurück

Förderberechtigt sind im kommenden Jahr 139 regionale bzw. lokale Tages- und Wochenzeitungen (drei weniger als im Vorjahr), sowie 1.013 Titel der Mitgliedschafts- und Stiftungspresse (33 weniger als im Vorjahr). Die förderberechtigte Versandmenge der Regional- und Lokalpresse ist um 1,4 Mio. Exemplare gesunken. Bei der Mitgliedschafts- und Stiftungspresse beträgt der Rückgang 4,8 Mio. Exemplare auf 125,2 Mio. Exemplare.

Die Rückgänge in letzterem Bereich haben laut Bundesamt für Kommunikation verschiedene Gründe: Zum einen gab es Zusammenlegungen mehrerer Titel, zum anderen hätten einige Titel nicht mehr genug Abonnenten bzw. eine ungenügende Erscheinungshäufigkeit. Zudem wurden einige Titel eingestellt.

Das Bundesamt für Kommunikation beurteilt in der Schweiz die Anträge auf Presseförderung durch die Verlage. Jährlich wird eine feststehende Summe an Subventionen in Höhe von 50 Mio. Schweizer Franken gewährt. 30 Mio. werden für lokale oder regionale Tages- oder Wochenzeitungen bereitgestellt. Die restlichen 20. Mio. sind für nicht gewinnorientierten Organisationen bestimmt.


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(wr) 11.12.2017


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