BDZV Vertriebsgipfel 2018: Das Abo bestimmt den Zeitungsvertrieb

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Wo steht die deutsche Zeitungsbranche im Abonnement? Und wie lassen sich die Abo-Zahlen steigern? Antworten gaben Mario Lauer (l.) und Xavier van Leeuwe/ Fotos: Robert Haas/Süddeutscher Verlag, Haigwood Studios

Anfang November kam in Köln die Vertriebsszene der deutschen Zeitungsbranche zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen und Erfolgsmodelle auszutauschen. Rund 95 Teilnehmer fanden auf Einladung des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zusammen, verfolgten die Vorträge auf der Bühne und nutzten die Networking-Pausen für informelle Konversation.

Auf der Bühne gab es ein breites Themenspektrum: Von Abo- und Pricing-Strategien über Kundenservice bis hin zu neuen Vertriebswegen war alles dabei. So berichteten beispielsweise Xavier van Leeuwe, Director Consumers bei der Telegraaf Media Groep, und Matthijs van de Peppel, Director of Marketing and Data bei NRC Media, wie ihnen mit einem neuen Abo- und Pricing-Modell der Turn-around innerhalb von zwei Jahren gelang. Einst sah sich das NRC Handelsblad mit stetig sinkenden Abo-Zahlen – heute zählt der Titel wieder mehr als 270.000 Abonnenten. Kernelement ihrer Strategie ist der Fokus auf den „value of relationships“, also langfristige, werthaltige Kundenbeziehungen.

Zuvor hatte Mario Lauer, Gesamtvertriebsleiter der Süddeutschen Zeitung und Vorsitzender im Vertriebsausschuss des BDZV, die Lage im deutschen Zeitungsvertrieb analysiert. Dabei hielt er unter anderem fest: „Die zukünftige Entwicklung im Abonnement ist die prägende Entwicklung im Zeitungsvertrieb.“ Lauer unterstrich damit die jüngsten Verkaufszahlen, denen zufolge Zeitungen 73 Prozent ihres Gesamtverkaufs im Dauerbezug erzielen (Quelle: IVW-Auflagenzahlen, 3. Quartal 2018).

Im weiteren Verlauf des Tages präsentierten unter anderem auch Klaus Rieping, Geschäftsführer der IVZ Medien (Ibbenbürener Volkszeitung), Sebastian Stier, Verlagsleiter Marketing & Vertrieb beim Tagesspiegel, Björn Knippen, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei WZ Media (Westdeutsche Zeitung) und Rainer Grabis, Leiter Lesermarkt bei der BBV Mediengruppe (Bocholter-Borkener Volksblatt) Erfolgsrezepte auf der Bühne.

Rieping zeigte, wie die Ibbenbürener Volkszeitung mit einer harten Paywall und auf Themenwelten basierenden Abo-Strategie als Lokalzeitung die Digitalisierung stemmen will. Stier erklärte, welche neuen Produkte es aus dem Haus des Tagesspiegels in Berlin gibt und wie die Zeitung vor allem in neue Newsletter-Angebote investiert. Knippen berichtete, wie die Westdeutsche Zeitung durch telefonische Gespräche eine bessere Kündigerrückgewinnung erreicht, als dies bisher mit schriftlichen Kündigungen möglich war. Und schließlich stellte Grabis vor, wie die BBV Mediengruppe eine Anwendung für Amazons smarten Lautsprecher Echo entwickelt hat, mit dem die digitale Sprachassistentin Alexa Nutzern die Zeitung vorliest.


Impressionen vom BDZV Vertriebsgipfel 2018
(Fotos: Jennifer Nehls/BDZV)

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(wr) 14.11.2018


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