Das bewegliche Buchregal: Projekt Bookshop 2020

Wie stellen sich angehende Architekten die Buchhandlung der Zukunft vor? Dieser spannenden Frage ging die Hafencity Universität Hamburg nach. Im Rahmen eines Seminars im gerade zu Ende gehenden Sommersemester wurde ein Wettbewerb ausgerufen, bei dem Architekturstudenten den „Bookshop 2020“ entwerfen sollten. Dabei galt es eine Brücke zwischen traditioneller Buchhandlung und dem Hightech moderner Lesegeräte zu schlagen. Als ‚Modell’ diente den Studenten die Hamburger Buchhandlung Felix Jud, über deren mögliche architektonische Gestaltung in der Zukunft sie sich Gedanken machen sollten.

Am gestrigen Donnerstagabend stellten die Studenten ihre Projekte der Jury vor, zu der u.a. Marina Krauth, Geschäftsführerin der Buchhandlung Felix Jud, Michael Riethmüller, Inhaber der Ravensburger Buchhandlung RavensBuch sowie Friederike Nielsen von Books on Demand gehörten. Das Norderstedter Unternehmen stiftete im Wettbewerb die Preise für die drei besten Projekte.

Klasse statt Masse

Kreativität und Einfallsreichtum der Studenten sorgten durchweg für Anerkennung in der Jury. Was bei allen Projekten deutlich wurde: Die Studenten gehen davon aus, dass sich die Anzahl der im Buchgeschäft präsentierten Titel deutlich reduziert und Tablet-PCs ein unverzichtbares ‚Instrument’ für das virtuelle Blättern in E-Books und deren Kauf sein werden. Haptik und ‚Duft’ des gedruckten Buches hielten alles Studenten auch in der Buchhandlung der Zukunft für unverzichtbar. Aufgabe des Buchhändlers wird es nach Ansicht der Studenten immer mehr sein, eine Vorauswahl zu treffen, ganz nach dem Motto ‚Klasse statt Masse’.

Das Schaufenster als Touchscreen

Zu den vorgestellten Ideen gehörten beispielsweise Sitzflächen, auf dem sich Buchhandelskunden einen Tablet-PC zur Hand nehmen können, in E-Books stöbern und ihre Gedanken dazu direkt auf einem in der Sitzfläche eingebauten Flatscreen posten können, so dass sie für alle sichtbar werden. Ausgezeichnet wurde die Idee, ein raumhohes Buchregal zu installieren, das der Kunde –im Sinne eines spielerischen Elements – abschnittsweise per Knopfdruck bewegen kann, um sich gewünschte Bücher herauszuholen. Ebenso prämiert wurde ein Projekt, bei dem das Schaufenster der Buchhandlung als gläserner Touchscreen fungiert, auf dem bewegliche Buchstaben ‚tanzen’. Drückt der Kunde auf den Buchstaben ‚S’, erscheint ein Zitat von Shakespeare, bei ‚G’ eines von Goethe. Die ausgezeichneten Studenten erhalten ein Preisgeld sowie eine Buchveröffentlichung bei BoD je Teammitglied. dnv stellt die prämierten Projekte in einer der kommenden dnv-Ausgaben ausführlich vor.


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(jh) 06.07.2012


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