Grosso-Verband rechnet mit mindestens weiteren sechs Fusionen

Etwa sechs Unternehmen der im Bundesverband Presse-Grosso konstituierten Unternehmen verfolgen konkrete Pläne, innerhalb der nächsten fünf bis sechs Jahre zu fusionieren. Weitere Unternehmen forcieren zwar nach eigenen Angaben noch keinen Zusammenschluss, schließen ihn aber auch nicht für die nächsten Jahre aus. Das ergab eine aktuelle Umfrage unter den 51 Verbandsmitgliedern. An der Erhebung hatten sich zwei Drittel der dort organisierten Unternehmen beteiligt. Die Fusionsbewegungen erfolgen u.a. vor dem Hintergrund schrumpfender Um- und Absätze mit Presseprodukten (s. dnv online-Meldung vom 10. September 2012)

Frank Nolte, 1. Vorsitzender des Grosso-Verbandes zu den Ergebnissen: „Der Printmarkt schrumpft und unser Funktionsrabatt wird bis 2018 weiter stufenweise zu Gunsten der Verlage gekürzt. Darauf werden wir uns einstellen, um die publizistische und wirtschaftliche Effizienz des vollversorgenden Pressegroßhandels zu erhalten und langfristig zu stärken.“ Allerdings sei die Unternemensgröße selbst kein Garant für Erfolg. Es komme im Pressevertrieb insbesondere auf die regionale Kompetenz, Nähe zum Kunden und die Zufriedenheit des Publikums an.

Robert Herpold, der 2. Vorsitzende des Grosso-Verbandes, ergänzt: „Die mittelständischen Unternehmer des deutschen Presse-Grosso haben auch in der Vergangenheit ihre Hausaufgaben gemacht. Kosten und Leistungen werden permanent angepasst“, so Herpold. „Nach unserem Selbstverständnis und im Einklang mit unserem Versorgungsauftrag findet die betriebliche Kostenoptimierung dort ihre Grenzen, wo das hohe Niveau der vertrieblichen Leistungen zum Erhalt von Pressevielfalt und Überallerhältlichkeit negativ tangiert wäre“, sagt Herpold. Logistische Abläufe ließen sich im kleinteiligen Pressegeschäft nicht ohne weiteres automatisieren. Auch die Energie- und Personalkosten würden überproportional steigen, ebenso die Anforderungen an die Marktbearbeitung und das Vertriebsmarketing.

Die Zahl der mittelständischen Pressegroßhändler ist von 96 Unternehmen im Jahr 1997 auf heute 66 Betriebe gesunken. Alleine im ersten Halbjahr 2012 wurden vier Grosso-Fusionen beim Bundeskartellamt angemeldet und genehmigt bzw. vollzogen.


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(ks) 11.09.2012


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