VDBB-Tagung: „Gegen Lob kann man sich nicht wehren“

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Foto: JF/Presse Fachverlag

Mit einer launigen Rede eröffnete Torsten Löffler, der gestern frischgebackene neue Vorsitzende des Verbandes Deutscher Bahnhofsbuchhändler, den öffentlichen Teil der Jahreshauptversammlung in Berlin. Seit geraumer Zeit „the place to be“ der Vertriebstagungen der Pressevertriebsbranche im Frühjahr. Beeindruckende 290 Teilnehmer aus den Mitgliedsfirmen sowie Gäste aus Verlagen, Nationalvertrieben und Service-Firmen sahen einen gut aufgelegten Verbandsvorsitzenden, der zu Recht betonte, wie bedeutend seine Branche für die physische Umsetzung der Pressefreiheit in Deutschland sei. Die Wertschätzung, die der Bahnhofsbuchhandel erfahre, sporne ihn an, noch besser zu werden. Löffler erklärte: „Wer wertgeschätzt wird, der setzt sich noch mehr ein.“

Horst Mutsch, Leiter Vermarktung bei DB Station&Service, stimmte Löffler im Prinzip zu, kam dann auf die aktuelle Diskussion um die Ergänzungssortimente zu sprechen und betonte dabei: „Die Förderung des Kernsortiments Presse und Buch darf nicht gefährdet werden.“

Einen informativen wie unterhaltsamen Einblick in den Redaktionsalltag der Süddeutschen Zeitung gab dann David Pfeifer, Leiter der Süddeutschen am Wochenende in München.

Im Gespräch mit Moderatorin Inka Schneider, NDR, gab Julia Jäkel, CEO des Verlages Gruner+ Jahr, schließlich Auskunft über den Wandel ihres Hauses. „Wir haben alles auf den Prüfstand gestellt, alles wurde angefasst“, erklärte die Verlegerin das Fitmachen für die Zukunft. Der angekündigten engen Zusammenarbeit im Vertriebssektor mit der Bauer Mediengruppe sehe sie dabei mit großem Optimismus entgegen: „Das ist eine tolle Partnerschaft, denn unsere beiden Häuser ergänzen sich perfekt.“

Für mehr Engagement der Branche für die Tageszeitungen warb schließlich Michael Fischer, Geschäftsführer von Sales Impact, Axel Springer SE, der ebenfalls die Bedeutung des Bahnhofsbuchhandels unterstrich, aber eben auch klarmachte: „Die nach wie vor überragende Umsatzbedeutung der Zeitungen beim Einzelverkauf muss sich auch bei deren Präsentation im Regal widerspiegeln.“

Jenseits der branchenbezogenen Vorträge und Interviews gab es schließlich Mahnrufe für die Gesellschaft der Bundesrepublik insgesamt und für die mangelhafte und verzögerte Digitalisierung ganz besonders. Prof. Dr. Gerrit Heinemann, Hochschule Niederrhein, machte bei seinen „Mythen des e-commerce“ in klaren und eindringlichen Worten deutlich, dass es für intensivierte Anstrengungen bei der Digitalisierung in Deutschland, insbesondere im Einzelhandel, höchste Zeit sei. Deutschland drohe, insbesondere gegenüber China, technologisch in massiven Rückstand zu geraten.

Wolfgang Bosbach, ehemals Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU, schloss den Vormittag mit einer Tour d’horizon über gefährdete Demokratie und Deutschlands Platz in der Welt. Bosbach schloss sich zum Teil den Mahnrufen seines Vorredners an, doch rief er auch dazu auf, ein bisschen stolz auf das in Deutschland Erreichte zu sein.



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(rd) 11.04.2019


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