Google vergibt neue Fördergelder: auch FAZ, Bauer, Ippen und DuMont profitieren

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Google hat im Rahmen seines Digital News Innovation Fund die Projekte der sechsten Förderrunde bekanntgegeben. 103 Ideen aus 23 Ländern werden von US-Konzern finanziell unterstützt. Die größte Zahl stammt aus Frankreich (23), gefolgt von Deutschland (14) und Großbritannien (12). Aus Deutschland werden unter anderem Projekte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Handelsblatt Media Group, Ippen Digital, der DuMont Mediengruppe, Bauer Xcel Media und der NOZ Medien gefördert.

Die FAZ arbeitet an einer technologischen Lösung, um im Digitalen mehr regionale Inhalte anbieten zu können. Im Fokus steht die FAZ.net News-App, in der Inhalte über die Rhein-Main-Region für Nutzer mit entsprechenden Interessen bereitgestellt werden sollen. Die Idee ist, durch einen höheren Grad an persönlicher Relevanz der Inhalte die Nutzerbindung zu erhöhen und damit die Conversion ins Abonnement zu steigern.

Die Handelsblatt Media Group entwickelt mit dem Fördergeld einen Aggregator für Wirtschaftsnachrichten. Das Projekt mit dem Arbeitstitel 'Business News Platform' ist darauf ausgelegt, Nachrichten über Unternehmen und aus dem Finanzsektor zu bündeln und ihnen jeweils eine Tonalität zuzuordnen (positiv, negativ oder neutral). Die Analyse soll in Echtzeit erfolgen und für Geschäftskunden in einer App oder einem Browser-Dashboard bereitgestellt werden.

Data Management: Bessere Insights für Redaktion und Produktentwicklung

Bauer Xcel Media, die Digitaleinheit der Bauer Media Group, arbeitet an einem Datenanalyse-Tool. Dieses soll Datenmaterial aus verschiedenen Quellen einsammeln, verständlich aufbereiten und daraus Insights für Journalisten bereitstellen, die auf dieser Basis die Relevanz ihrer Inhalte für den Leser steigern können.

Auch das Projekt von Ippen Digital beschäftigt sich mit Datenanalyse. Unter dem Namen 'The Master Graph' soll eine Lösung zur übersichtlichen Darstellung und unkomplizierten Abfrage von Daten entwickelt werden. Die Daten speisen sich aus verschiedenen Unternehmensbereichen und sollen zur Produktentwicklung genutzt werden.

Nutzerbindung stärken: Club-Modell und interessensbasierte Inhalte

Die DuMont Mediengruppe lässt in einer Kooperation ihrer Digitaleinheit DuMont.next mit der Werbeagentur Zum goldenen Hirschen ein Kundenbindungsprogramm entwickeln. Der sogenannte ReadersClub soll bei der Hamburger Morgenpost zum Einsatz kommen und die Kundenbindung sowie die Nutzeraktivität auf mopo.de steigern.

Die NOZ Medien arbeitet derweil in ihrem Entwicklungslabor HH Lab in Hamburg an einer Technologie zur interessensbasierten Aussteuerung von Inhalten. Das Projekt trägt den Namen 'Learning Content' und soll genau das leisten: ein Tool, dass Artikel- und Themenempfehlungen auf Basis der Verhaltensweisen der Nutzer gibt. Damit sollen die von Facebook und Google bekannten Mechanismen, Nutzern Inhalte entsprechend ihrer Interessen und ihres Verhaltens anzubieten, künftig auch von Verlagen für deren Angebote genutzt werden können.



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(wr) 22.03.2019


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