Umfrage bescheinigt Zeitungen besondere Bedeutung für die Demokratie

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Für die große Mehrheit der Deutschen sind Zeitungen mit ihren gedruckten und digitalen Angeboten unverzichtbar für eine freie Meinungsbildung und damit für die Demokratie. Gleichzeitig sehen 39 Prozent Gefahren für die freie Presse. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die die ZMG Zeitungsmarktforschung Gesellschaft anlässlich des 70. Jubiläums des Grundgesetzes im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) durchgeführt hat.

Laut der Umfrage sind Zeitungen für 75,1 Prozent der deutschen Bevölkerung unverzichtbar, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Dabei werde diese Relevanz den Zeitungen von allen Altersgruppen gleichermaßen zugeschrieben, betont der BDZV. Unter den 14- bis 29-Jährigen bewerteten 70,7 Prozent die Zeitungen als essenziell für die Meinungsbildung. Dahinter folgen laut der Studie Radio (für 73 Prozent unverzichtbar), Fernsehen (68,7 Prozent) und Zeitschriften (55,3 Prozent). Weniger als die Hälfte der Bevölkerung gab dagegen an, dass nicht redaktionelle Angebote für die Meinungsbildung relevant sind: Google / Google News (41,4 Prozent), soziale Netzwerke wie Facebook (31 Prozent), Blogs / Foren (19,4 Prozent) und Twitter (13,1 Prozent). Allerdings haben Facebook und Co. ihre Fans bei den unter 30-Jährigen: Für 57,9 Prozent sind sie unverzichtbar.

BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff resümiert: „Für freie Meinungsbildung sind die Zeitungen mit ihren vielfältigen Angeboten eine besonders wichtige Quelle, denn sie sind der Garant für verlässliche, geprüfte Informationen. Aber wir dürfen auch nicht die Augen vor den Gefahren verschließen, vielmehr muss sich die freie Presse weiterhin mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Angriffe wehren.“

Das zurückliegende Jahr sei erneut von teils erbitterten Auseinandersetzungen über dieses Grundrecht geprägt gewesen, sagte der BDZV-Hauptgeschäftsführer. In Erinnerung blieben unter anderem die wachsende Zahl gewalttätiger Angriffe aus dem vornehmlich rechtsradikalen Milieu auf Journalisten und Redaktionen. „Diese Entwicklungen fordern eine klare Haltung“, forderte Wolff. „Beharren wir, Zeitungen und Leser gemeinsam, auch weiterhin selbstbewusst auf der Pluralität der Meinungen und der Freiheit, sie zu äußern.“



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(jf) 22.05.2019


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