Italienische Eigentümer prüfen Verkauf von Panini

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Die Produktionsstätten und die Zentrale von Panini in Modena sollen eine wichtige Rolle im laufenden Verkaufsprozess spielen. Foto: Panini

Der italienische Verlag Panini könnte wieder einmal vor einem Eigentümerwechsel stehen. Bis 1988 wurde das insbesondere für Fußball-Sammelbilder sowie Comics bekannte Unternehmen von der Gründerfamilie geführt. Seit den 1990er Jahren ist es im Besitz einer Gruppe italienischer Unternehmer um den CEO Aldo Hugo Sallustro. Medienberichten zufolge haben die Eigentümer schon seit einigen Jahren Ausschau nach möglichen Käufern gehalten. Allerdings soll es bislang keine ernstzunehmenden Angebote gegeben haben.

Nun soll es mindestens einen aussichtsreichen Interessenten geben. Das berichteten zuerst italienische Tageszeitungen wie La Repubblica und die am Panini-Hauptsitz erscheinende Gazetta di Modena. Demnach sollen amerikanische Investoren rund eine Milliarde für Panini bieten. Der italienische Finanz-Blog The Insider spricht dagegen von amerikanischen und europäischen Interessenten, von denen jedoch keiner bislang eine Due-Diligence-Prüfung durchgeführt habe. Auch hier wird eine Angebotssumme von rund einer Milliarde Euro genannt. Die Panini-Eigentümer hingegen sollen den Wert des Unternehmens auf 1,5 Milliarden Euro beziffern.

Ob das Geschäft zustande kommt, heißt es übereinstimmend in verschiedenen Medienberichten, hänge jedoch nicht allein vom Kaufpreis ab. Die Panini-Eigentümer sollen auch eine Bestandsgarantie für den Standort Modena fordern, wo mehr als ein Drittel der weltweit rund 1.200 Mitarbeiter von Panini arbeiten.


Das erste Stickeralbum von Panini erschien 1961 zur Serie A. Topseller heutzutage sind die Sammelalben und Sticker zu Welt- und Europameisterschaften im Fußball. Foto: Panini

Panini, hervorgegangen aus einem Zeitungsvertrieb in Modena, hat 1961 die ersten Sammelbilder mit Fußballern der italienischen Serie A veröffentlicht. Heute umfasst das Unternehmen zwölf Tochtergesellschaften weltweit. Die Sammelbilder sind in 150 Ländern erhältlich. Der Jahresumsatz soll zwischen 500 und 750 Mio. Euro liegen – den höchsten Umsatz erzielt das Unternehmen in Jahren mit Fußball-Weltmeisterschaften. In Deutschland gibt Panini neben Sammelwerken auch Kinder- und Jugendmedien sowie Comics heraus. Am Firmensitz in Stuttgart sind rund 70 Mitarbeiter tätig.

Einen lesenswerten Überblick über die wechselvolle Unternehmensgeschichte von Panini Italien und die aktuellen Verkaufsgerüchte bietet die Neue Zürcher Zeitung.

Lesen Sie dazu auch:

Fußball-WM beschert Panini Rekordumsatz (10. Januar 2019)


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(jf) 17.07.2019


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