Marion Dönhoff Preis 2019: Donald Tusk und Bewegung "Fridays for Future" geehrt

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Der scheidende EU-Ratspräsident Donald Tusk wurde mit dem Marion Dönhoff Preis 2019 ausgezeichnet / Foto: Andreas Henn

Der scheidende EU-Ratspräsident Donald Tusk wurde mit dem Marion Dönhoff Preis 2019 ausgezeichnet / Foto: Andreas Henn

Der bisherige EU-Ratspräsident Donald Tusk ist gestern, Sonntag, 1. Dezember, in Hamburg mit dem Marion Dönhoff  Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet worden. Als Präsident des Europäischen Rates stellte er sich gegen Populismus und Nationalismus und stritt unerlässlich für ein geeintes Europa.  In seiner Laudatio sagte er an Tusk gewandt: Sie wissen, Europa ist der beste Platz auf Erden. Sie wissen aber auch: Dieser Platz braucht Renovierungsarbeiten, neue Wege und Anlagen, neue Ideen, neue Transparenz. Er benötigt Planer, die energisch durchzugreifen vermögen, ohne in Extreme zu verfallen und ich bin glücklich, Sie auch in Zukunft an einer Stelle zu wissen, an der Sie auf diese Regierungsarbeit Einfluss nehmen können. (…) Ich bin sicher, Sie werden weiterhin alles dafür tun, dass Europa der beste Platz auf Erden bleibt.“

Donald Tusk sagte in seiner Dankesrede: „Die Union muss solidarisch sein (…). Solidarisch nach innen, sie muss ihre kleineren und schwächeren Mitglieder verteidigen, opferbereit sein, sich an die Regel halten: einer für alle und alle für einen. Solidarisch mit den kommenden Generationen, die sich für den Schutz der Umwelt und des Klimas einsetzen. Solidarisch mit denen außerhalb der Union, die Teil davon werden wollen und bereit sind, unsere Werte zu respektieren.“

Die Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future erhielt den ebenfalls mit 20.000 Euro dotierten Förderpreis. Prof. Dr. Maja Göpel, Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) überreichte den Preis. In ihrer Laudatio sagte sie: „Wir ehren sie dafür, dass sie uns helfen, eben die Verschwendung und Achtlosigkeit unserer Tage überhaupt ernsthaft anzuschauen. Dafür, dass sie es schaffen, global und solidarisch zu denken in Zeiten, in denen der eigene Fuhrpark und das Schnitzel gar nicht groß und billig genug sein können.“ Luisa Neubauer, die den Preis mit sechs weiteren Aktivistinnen und -Aktivisten von Fridays for Future entgegen nahm, erklärte in ihren Dankesworten: „Wir fühlen uns geehrt, mit einem Preis ausgezeichnet zu werden, der nach einer Frau wie Marion Gräfin Dönhoff benannt wurde. Während Marion Gräfin Dönhoff damals ihrer Zeit voraus war, hinkt die Gesellschaft unserer Zeit heute hinterher.“ Mehr als 1.100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien besuchten die Preisverleihung im Deutschen Schauspielhaus.

"Für Menschen, die wissen um was es geht": Der Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung, wurde ins Leben gerufen, um das geistige Erbe der bedeutenden Hamburger Journalistin Marion Gräfin Dönhoff, lebendig zu halten. Seit nun bereits 17 Jahren vergeben Die Zeit, die Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die Marion Dönhoff Stiftung den Preis alljährlich am 1. Adventssonntag im Deutschen Schauspielhaus zu Hamburg. Der Marion Dönhoff Preis würdigt Menschen, die sich aus eigener Kraft und innerer Überzeugung für Verständigung und Versöhnung zwischen den Völkern einsetzen.


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(rd) 02.12.2019


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