Die Zeit will Diversifikation und Vernetzung 2020 vorantreiben

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Nils von der Kall will Print- und Digitalprodukte im Zeit Verlag stärker miteinender vernetzen/ Foto: Felix Matthies

Die Zeit hatte 2019 genutzt, um ihr digitales Produktportfolio zu überarbeiten und auszubauen. So hatte die Wochenzeitung unter anderem den Newsletter "Freunde der Zeit" für Abonnenten gestartet, ein Podcast-Format für das Magazin Zeit Verbrechen entwickelt und eine neue Audio-App auf den Markt gebracht. „Diese und viele andere digitale Angebote haben vor allem ein Ziel: Neue Leser an Die Zeit und ihre Magazine heranzuführen und sie für den Kauf am Kiosk oder für das Abonnement zu gewinnen bzw. sie stärker zu binden“, erklärt Nils von der Kall, Verlagsleiter Marketing & Vertrieb bei der Zeit Verlagsgruppe. 

Laut von der Kall werde es auch im kommenden Jahr darum gehen, auf die veränderte Mediennutzung der Zielgruppe einzugehen und die Print- und Digital-Angebote miteinander zu vernetzen. Er nennt ein Beispiel, wo dies heute schon der Fall ist: „In allen Newslettern und Podcasts werben wir für die kostenpflichtigen Kernprodukte – so weist der Podcast Zeit Verbrechen regelmäßig auf das gleichnamige Magazin hin.“

Der Podcast Zeit Verbrechen verzeichnet pro Folge 450.000 Downloads, hatte Malte Riken, stellvertretender Verlagsleiter Magazine im Zeit Verlag, jüngst gegenüber dem Medienmagazin new business erklärt. Riken sagte auch, dass das Magazin „enorm“ vom Podcast profitiert. „Wir verweisen in jeder Ausgabe – über redaktionelle Themenverknüpfung und über einen eigenen Werbespot – auf das Magazin und die Online-Bestellmöglichkeit sowie die Erhältlichkeit am Kiosk. Beides wirkt sich sehr stark auf den Einzelverkauf aus, gleichzeitig gibt es aber auch immer schubweise Bestellungen im Zeit-Shop sowie Nachbestellungen alter Ausgaben. Da der Podcast for free ist, kann er hohe Reichweiten aufbauen und fungiert als Werbeträger bei der Überleitung von Hörern zum Magazin.“

Laut von der Kall wird Die Zeit auch 2020 weiter an ihrem Produktportfolio arbeiten. „Diese Strategie der digitalen Diversifikation und Vernetzung mit den Kernprodukten war in diesem Jahr ein zentrales Thema – und wird es mit Sicherheit auch im kommenden Jahr sein.“

DNV befragte auch andere Marktteilnehmer der Verlags- und Pressevertriebsbranche, welche Themen sie 2020 beschäftigen werden. Die Antworten finden DNV-Abonnenten in der aktuellen Ausgabe 10/2019.



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(wr) 06.12.2019


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