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Käufer für die Hamburger Morgenpost gefunden

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Neuer Eigentümer der Hamburger Morgenpost: Arist von Harpe/ Foto: Xing

Neuer Eigentümer der Hamburger Morgenpost: Arist von Harpe/ Foto: Xing

Die DuMont Mediengruppe hat einen Käufer für die Hamburger Morgenpost (MOPO) gefunden. Die Regionalzeitung wird von Arist von Harpe übernommen, einem Wirtschaftsingenieur und Manager beim Business-Netzwerk Xing. Von Harpe übernimmt neben der Zeitung und dem zugehörigen Portal mopo.de, den Medienvermarkter Hamburg First Medien & Marketing GmbH, die Corporate-Publishing-Agentur DuMont Media inklusive der Mixed-Reality-Erlebniswelt Discovery Dock im Hamburger Hafen sowie die Beteiligung an Radio Hamburg. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.

Die Wege von Arist von Harpe und DuMont haben sich schon einmal gekreuzt. Bevor von Harpe zu Xing kam, war er Partner und Gesellschafter bei Facelift, einer Cloud-Plattform für Social-Media-Management. DuMont übernahm Ende 2016 die Mehrheit an Facelift, von Harpe war von 2011 bis Ende 2017 bei dem Unternehmen an Bord. Davor war er seit 2004 bei der Boston Consulting Group als Project Leader.

Von Harpe sagt zu seiner Investition: „Die MOPO ist immer eine der zentralen Medienmarken dieser Stadt gewesen – mit einer klaren Identität und Haltung. Die MOPO gehört zu Hamburg wie der Kiez, der Fischmarkt oder die Beginner. Ich glaube fest an das Potenzial der Marke und möchte den Fokus auf echten Lokaljournalismus weiter schärfen und damit die Hamburger noch mehr begeistern. Das Ziel: eine tief in der Stadt verankerte und nachhaltig erfolgreiche MOPO – und das auf allen Kanälen.“

Wie auch beim Berliner Verlag ist der Käufer der Hamburger Morgenpost also eine Privatperson und keiner der großen Verlage. Zwischenzeitlich waren als Käufer laut Medienberichten auch Susan Molzow, Geschäftsführerin der Hamburger Morgenpost Medien, und die Funke Mediengruppe im Gespräch. Mit beiden scheiterten jedoch die Verhandlungen.

Die MOPO hat sich bislang schwer getan, Lösungen für die Digitalisierung und Transformation des eigenen Unternehmens zu finden. Der Umsatz ist seit Jahren rückläufig – die jüngsten öffentlichen Zahlen weisen für 2018 einen Rückgang von knapp acht Prozent auf 16,2 Mio. Euro aus. Die Verkaufsauflage hat sich seit 2010 halbiert – 2019 wurden im Durchschnitt rund 50.000 Exemplare pro Ausgabe verkauft. Immerhin hat die MOPO einen recht hohen E-Paper-Anteil von 28 Prozent in ihrer Verkaufsauflage. Doch das Wachstum der Digitalerlöse reichte bisher nicht aus, um die Rückgänge in Print-Vertrieb und Print-Vermarktung zu kompensieren. 

DuMont: Neue Strategie bis April

Für DuMont ist die Prüfung der Regionalmedien nun vorerst abgeschlossen. Der Berliner Verlag wurde im September 2019 an Silke und Holger Friedrich verkauft. Die Mitteldeutsche Zeitung geht an die Bauer Media Group (sofern das Bundeskartellamt zustimmt). Die Zeitungen in Köln will DuMont in Eigenregie weiterführen. 

„Unsere Portfolio-Überprüfung war ein wichtiger Schritt, um die nächste Phase der Unternehmensentwicklung einzuleiten und das Geschäftsfeld Regionalmedien neu auszurichten“, erklärt Isabella Neven DuMont, Aufsichtsratsvorsitzende der Mediengruppe. „Wir haben uns sehr bewusst dazu entschlossen, unser verlegerisches Engagement im Rheinland mit unseren starken Marken Kölner Stadt-Anzeiger und Express weiterzuentwickeln. Dabei werden wir die publizistische Rolle des Kölner Stadt-Anzeigers im Rheinland und die Position des Express als deutschlandweit reichweitenstärkstes regionales News-Portal weiter ausbauen und die Digitalisierung beider Angebote gezielt forcieren.“

CEO Christoph Bauer fügt hinzu: „DuMont wird die Diversifikation mit den drei Geschäftsfeldern Regionalmedien, Business Information und Marketing Technology systematisch fortsetzen. In den Geschäftsfeldern Business Information und Marketing Technology werden wir die bestehenden Geschäftsbereiche weiter ausbauen. Das Geschäftsfeld Regionalmedien werden wir rund um unsere Aktivitäten in Köln weiterentwickeln. Die zukünftige Ausrichtung von DuMont und seinen Geschäftsfeldern werden wir nach Abschluss der laufenden Transaktionen im April vorstellen.“


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(wr) 06.02.2020


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