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DPV-E-Kiosk soll im Sommer online gehen / VDZ-Expertentreff zu Paid Content

Der DPV Deutscher Pressevertrieb plant den Soft-Launch seines Online-Shops für digitale Presseprodukte für den Sommer dieses Jahres. Das sagte DPV-Geschäftsführer Dr. Olaf Conrad (Foto) im Rahmen des heutigen Expertenforums "All Around Paid Content & Paid Services!" der VDZ Zeitschriften Akademie in Hamburg. Zu der Fachveranstaltung kamen rund 100 Gäste aus der Verlags- und Pressevertriebsbranche.

Als einer der Referenten ging Conrad u.a. auf den vom DPV geplanten, verlagsübergreifenden Onlinekiosk ein, auf dem sich Endkunden mit digitalem Lesestoff eindecken können. So sollen zahlreiche namhafte Verlage, mit denen man in Vertragsverhandlungen steht, gleichberechtigt an dem Projekt beteiligt werden. Grundlage der Verlagspartnerschaften sei ein faires Provisionsmodell bei geringen Markteintrittskosten. Das Projekt sei offen für alle E-Reader- und Datenformate. Conrad appellierte an die Verlage, gemeinsam Lösungen und Standards für das Angebot und den Vertrieb digitaler Inhalte zu entwickeln.

Neben Conrad gehörten u. a. auch François Bonnet, Chief Editor und Co-Founder des Internetmagazins Mediapart.fr, Annette Erhardt, Director des Beratungshauses Simon&Kucher, sowie Harald Eisenächer, Senior Vice President des Bereichs Personal & Social Networking bei der Deutschen Telekom, zu den Referenten.

„Es gibt kein einheitliches Erfolgsmodell für Paid Content", vielmehr müssten die Verlage ihren eigenen Weg ausloten. Es gelte vor allem, unverwechselbaren Mehrwert für die User zu schaffen, so Bonnet. Er ermutigte die Medienvertreter, Bezahlinhalte im Internet zu entwickeln, indem er die Erfolge des Magazins Mediapart.fr, präsentierte. Dieses habe sich mit langen, gründlichen und hintergründigen Artikeln Freunde gemacht und sei genau das Gegenteil der dem Internet zugeschriebenen Praxis. Mittlerweile habe Mediapart.fr weit über 20.000 Abonnenten.

Annette Erhardt vom Beratungshaus Simon&Kucher warnte die Verlage davor, Preise für digitale Inhalte zu niedrig anzusetzen und damit spätere Preisanhebungen zu erschweren. Für News-Apps liege die Zahlungsbereitschaft laut einer aktuellen Studie zwischen zwei und drei Euro. Generell gelte: Je spezieller und exklusiver der Content, desto höher die Zahlungsbereitschaft.

Harald Eisenächer, Senior Vice President des Bereichs Personal & Social Networking bei der Deutschen Telekom, warb bei den Verlagen für Kooperationen bei der Konzeption und dem Vertrieb digitalen Contents. Dabei stellte er allerdings klar, dass die dabei generierten Kundendaten im Hause Telekom verbleiben.

Wie stark der Branche das Thema Paid Content unter den Nägeln brennt, spiegelte sich in der Bandbreite der vertetenen Verlage und Vertriebsunternehmen wider: So gehörten u. a. Werner Hirschberger, Leiter Unternehmensentwicklung und International Business beim Modernen Zeitschriften Vertrieb, Anke Walter, Leitung Einzelverkauf SPEKTRUM DER WISSENSCHAFT, und Susanne Glomsda, Marketing Managerin beim Hamburger Cora Verlag, zu den Gästen.

Wie die Teilnehmer das Paid Content-Expertenforum bewerten, lesen Sie morgen auf dnv-online!


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(jh) 01.06.2010


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