Südwestdeutsche Medienholding wächst durch Zukäufe

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Die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) hat 2017 ein Umsatzplus von 6,8 Prozent auf rund 939,1 Mio. Euro erwirtschaftet. Dies geht aus dem jüngst veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. Der Konzern, zu dem unter anderem der Süddeutsche Verlag (u.a. Süddeutsche Zeitung) und die Medienholding Süd (u.a. Stuttgarter Zeitung) gehören, profitierte vor allem von neuen Beteiligungen: Beispielsweise hatte die SWMH 2017 über die Stuttgarter Zeitung in die Kreiszeitung Böblinger Bote investiert und zunächst die Mehrheit, später dann alle Anteile übernommen (DNV Online berichtete). Zuvor hatte der Konzern im Oktober 2016 die Mehrheit am Bechtle Verlag (Esslinger Zeitung) übernommen. Die strategischen Unternehmenszukäufe waren laut Konzernangaben der Hauptgrund für das Umsatzplus im Geschäftsjahr 2017.

Die neuen Beteiligungen wirkten sich auch auf die Zahlen im Lesermarkt aus. Der Vertriebsumsatz der SWMH lag 2017 mit rund 333,6 Mio. Euro mehr als sieben Prozent über Vorjahresniveau (2016: +3,7 Prozent). Auch Preiserhöhungen hatten dabei einen positiven Effekt erzielt, wie das Unternehmen in seinem Geschäftsbericht erklärt. Ein starkes Wachstum habe der Konzern im Bereich der digitalen Vertriebserlöse erzielt – genaue Zahlen werden an dieser Stelle jedoch nicht genannt.

Vertrieb erstmals wichtigstes Geschäftsfeld

Der Bedeutung des Vertriebs für den Gesamtumsatz der SWMH hat 2017 wie auch schon in den Vorjahren zugenommen. Der Konzern erwirtschaftete gut 35,5 Prozent seines Umsatzes im Lesermarkt (2016: 35,3 Prozent). 2017 markierte dabei einen Wendepunkt, denn erstmals lieferte der Vertrieb einen höheren Umsatzanteil als der Werbemarkt.

Im Geschäft mit Anzeigen und Beilagen hatte die SWMH 2017 ein Umsatzminus von 2,7 Prozent auf rund 302,7 Mio. Euro verzeichnet. Der Werbemarkt lieferte somit 32,2 Prozent des Konzernumsatzes. Die rückläufige Entwicklung in diesem Bereich hat sich auch bei der Süddeutschen Zeitung bemerkbar gemacht. Deren Umsatz lag unter Vorjahr, da Preiserhöhungen im Lesermarkt den Auflagenrückgang und die Verluste im Werbemarkt nicht kompensieren konnten. Konkrete Zahlen werden von der SWMH auch dort nicht ausgewiesen.

Mit Blick auf die Auflagenentwicklung der Süddeutschen Zeitung lässt sich festhalten, dass der durchschnittliche Gesamtverkauf pro Ausgabe 2017 bei rund 358.000 Exemplaren lag – das sind drei Prozent weniger als im Vorjahr. Knapp 72 Prozent des Absatzes wurde im Abonnement erzielt – ein bis heute stetig wachsender Anteil. Ebenfalls konstant positiv entwickelt sich der Absatz im E-Paper-Abonnement: 2017 waren etwa 14,6 Prozent der Abo-Auflage digitale Exemplare, 2018 sind es bis dato schon knapp 17,5 Prozent. Der Gesamtverkauf lag im vergangenen Jahr auf Basis der bisher ausgewiesenen ersten drei Quartale bei durchschnittlich rund 343.100 Exemplaren pro Ausgabe, wobei 72,6 Prozent auf das Abonnement entfallen.

Die weiteren Aktivitäten der SWMH unterteilen sich in die Bereiche Bücher/Zeitschriften, Druck und Sonstige. Mit Büchern und Zeitschriften erwirtschaftet der Konzern 2017 rund 61 Mio. Euro (-0,8 Prozent), im Druckgeschäft sind es rund 70,7 Mio. Euro (+61,8 Prozent) und im Bereich Sonstige rund 174,4 Mio. Euro (+12,4 Prozent).

Die Geschäftsentwicklung der Südwestdeutschen Medienholding im Überblick:

Umsatz 2017 (in Mio. Euro)Veränderung zum Vorjahr
Gesamt939,16,8%
Anzeigen/Beilagen302,7-2,7%
Vertrieb333,67,4%
Bücher/Zeitschriften61,0-0,8%
Druck70,761,8%
Sonstige174,412,4%
Quelle: Unternehmensangaben, eigene Berechnungen


Lesen Sie dazu auch:

Südwestdeutsche Medienholding beruft neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung



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(wr) 07.01.2019


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