Amazon Alexa ermöglicht jetzt auch Abo-Vertrieb – ein Thema für Verlage?

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Amazons intelligenter Lautsprecher kann nun auch genutzt werden, um Premium-Inhalte anzubieten, die direkt via In-Skill-Kauf erworben werden können/ Foto: Amazon

Seit Mai 2019 können Entwickler in Deutschland, Großbritannien und Japan Amazons intelligente Sprachassistentin Alexa auch als Vertriebs-Tool nutzen. Der US-Konzern hatte die Funktion der sogenannten In-Skill-Einkäufe auf die drei genannten Märkte ausgeweitet. Damit können in den einzelnen Anwendungen für Amazon Alexa digitale Produkte und Services im Abonnement oder einzeln verkauft werden.

Mit dem Tool will der Konzern einerseits Entwickler dazu animieren, Premium-Skills zu entwickeln, und ihnen andererseits Möglichkeiten an die Hand geben, diese zu monetarisieren. In den USA ist dieses Feature schon länger verfügbar. Als Best Practice führt Amazon beispielsweise die Anwendung ‚Big Sky‘ an, mit der man personalisierte Wetterinformationen abonnieren kann. Ein weiteres Beispiel ist das Musik-Quiz ‚Beat the Intro‘, bei dem Nutzer einige Runden kostenfrei spielen können und für den uneingeschränkten Zugang ein Abo abschließen müssen. Kevin Deakin, CEO von Musicplode Media Ltd, dem Anbieter hinter dem Skill, berichtet in Amazons Entwickler-Blog von einer Conversion Rate von 45 Prozent.

Inwieweit aber bieten die In-Skill-Einkäufe Verlagen die Möglichkeit, ihre Abonnements zu verkaufen? Ist die Technologie für die hiesigen Unternehmen ein Thema?  Eine Befragung ausgewählter Verlage, die bereits seit längerem für eine oder mehrere ihrer Marken einen Alexa-Skill betreiben, zeichnet ein klares Bild. Fast alle begegnen dem Thema zurückhaltend und wollen die weitere Entwicklung abwarten. Beispielsweise erklärt Werner Wittmann, Leiter Digitale Medien beim Olympia-Verlag: "Im ersten Schritt geht es darum, ein exzellentes Produkt und relevante Reichweite aufzubauen. Ob Voice-Applikationen als Vertriebskanal für Digital- oder Print-Abonnements wirklich geeignet sind, wird sich im Anschluss zeigen." Bisher wisse man noch zu wenig über den Nutzer, um einschätzen zu können, welches Potenzial Amazon Alexa für die Abo-Akquise bietet.

Ähnlich ist die Haltung auch bei Gruner + Jahr und beim Spiegel-Verlag. Beide Häuser bieten Nutzern mehrere Alexa-Skills an, legen jedoch derzeit keinen primären Fokus darauf, digitale Sprachassistenten auch als Vertriebsweg zu nutzen.

Im Marketing gibt es derweil schon Use Cases, wie Alexa von Verlagen genutzt werden kann. Die Rheinische Post spielt neben einem klassischen Nachrichten-Skill, der Nutzern die Schlagzeilen von RP Online vorliest, auch seinen Früh-Podcast ‚Aufwacher‘ über Alexa aus. "Das Aufwacher-Format nutzen wir auch, um auf spezielle Abo-Angebote hinzuweisen", berichtet Daniel Fiene, Leiter redaktionelle Digitalstrategie und Head of Audience-Engagement. "Zuletzt haben wir beispielsweise eine Aktion für Studenten beworben. Hier spendiert ein örtliches Möbelhaus Studenten ein Abo und über den Podcast haben wir die Zielgruppe erreicht und Anmeldungen erzielt."


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(wr) 04.06.2019


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