Mathias Döpfner: „Ende der gedruckten Ausgaben kein Thema“

%%%Mathias Döpfner: „Ende der gedruckten Ausgaben kein Thema“%%%

Bekennt sich zu den gedruckten Zeitungen, kündigt aber Umstrukturierungen an: Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer/ Foto: Max Threlfall

Ende August hatte Axel Springer bekannt gegeben, dass der Finanzinvestor KKR 42,5 Prozent der Anteile im Rahmen des Übernahmeangebots von 63,00 Euro je Aktie erwerben wird und unabhängig davon plant, weitere 1,04 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte zu akquirieren. Sollten alle notwendigen Freigaben erfolgen, würde KKR damit größter Einzelaktionär von Axel Springer werden. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Mathias Döpfner hatte im Vorfeld bereits die damit verbundene Strategie erläutert (diese lesen Sie hier). Nun gaben Döpfner, Friede Springer und KKR-Europachef Johannes in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung weitere Details bekannt.

Döpfner sagt, man wolle in digitales Wachstum investieren und dafür auch Mitarbeiter einstellen oder umlernen. Auf der anderen Seite kündigt er an, in Bereichen mit strukturellem Umsatzrückgang zu restrukturieren und Arbeitsplätze abzubauen. Das betreffe sowohl Bild als auch Welt ebenso wie die Zeitschriften und Druckereien. "Es wird eine Umschichtung geben", so Döpfner. "In Summe werden wir Arbeitsplätze aufbauen."

In den Chefredaktionen von Bild und Welt werde es "vielleicht Verkleinerungen, aber keine spektakulären Änderungen geben." Auch denke man über Synergien zwischen den Redaktionen von Bild und Bild am Sonntag nach. Döpfner erklärt jedoch: "Die unterschiedlichen Marken bleiben aber natürlich erhalten." Besonders deutliche wolle er sich zur Welt bekennen, auch wenn sie nicht zur "Steigerung der Durchschnittsrendite des Hauses" beitrage.

Ebenso sei für Axel Springer das "Ende von gedruckten Ausgaben kein Thema". Gleichwohl meint Döpfner: "Der Zeitungsjournalismus muss sich vom Papier emanzipieren. Die Zukunft des Journalismus ist digital. Aber Printmedien werden noch viel länger auch wirtschaftlich attraktiv sein, als viele glauben."

Friede Springer, deren Anteil am Verlag weiterhin bei 42,6 Prozent liegt, sagt mit Blick auf die Zukunft des Verlags in zehn Jahren, es werde "weiter einen kleinen Teil Papierzeitungen geben".


zurück

(wr) 16.09.2019


Druckansicht

Artikel empfehlen

DNV-Guide

DNV - DER NEUE VERTRIEB bringt Sie mit Experten von A wie Abogewinnung bis Z wie Zustellung zusammen. Profitieren Sie vom Know-how dieser Spezialisten. Mehr...





   



   



   



   



   



   



   



   



   
Die aktuelle Ausgabe


 

Zeitschriften-Suche

NEUMANN 2019

Handbuch für den Presse-Vertrieb und -Verkauf



Bestellung
Demo-Seiten


Weitere Publikationen
des Verlages



Zum Wettbewerb

Weitere Webseiten