Rheinische Post startet neues Paid-Content-Modell

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Die Rheinische Post hat ihre Paid-Content-Strategie geändert und setzt nun auf eine hybride Paywall anstelle eines Metered Models. Bisher konnten Nutzer auf RP Online 20 Artikel pro Monat kostenfrei lesen, bevor sie für weiteren Nachrichtenkonsum zum Abschluss eines Abonnements aufgefordert wurden. Hinzu kommt nun eine Freemium-Komponente – sprich dass ausgewählte Inhalte jetzt von vornherein bezahlpflichtig sind. 

Die hybride Paywall ist in drei Stufen unterteilt: Erstens gibt es kostenfreie Artikel, von denen Nutzer eine bestimmte Anzahl pro Woche lesen können, bevor sie ein Abo abschließen müssen. Zweitens gibt es Inhalte, für die sich Nutzer zunächst nur registrieren müssen. Diese sind mit einem grauen RP+ gekennzeichnet. Mit der Registrierung erhalten sie dann auch Zugriff auf die Kommentarfunktion und die Personalisierung der Website. Drittens gibt es bezahlpflichtige Inhalte, die mit einem gelben RP+ gekennzeichnet sind. Für diese Artikel müssen Nutzer direkt ein Digital-Abonnement abschließen.

Die Registrierungsschranke hat die Rheinische Post bereits Anfang Juni 2019 im Einsatz. Seitdem haben sich mehr als 200.000 Nutzer bei RP+ registriert, heißt es von Verlagsseite. Man wollte damit zunächst lernen, welche Inhalte die regelmäßigen Nutzer besonders interessieren. Dies seien regionale Themen (Berichte aus Nordrhein-Westfalen bzw. der Stadt des jeweiligen Nutzers), Artikel über die Fußball-Clubs Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf, Service-Stücke, politische sowie Mobilitäts-Themen. Ziel soll es nun sein, diese Themen stärker redaktionell zu bedienen. Die Rheinische Post setzt dazu auf einen Newsroom mit rund 250 Redakteuren. 

Das Paid-Content-Abo der Rheinischen Post kostet 4,99 Euro im Monat, wobei mit einem Einstiegspreis von 99 Cent für die ersten drei Monate geworben wird. Abonnenten bekommen weniger Werbung ausgespielt, heißt es auf der Website. Das Digital-Abonnement inklusive E-Paper kostet 24,90 Euro im Monat, das Print-Abo 40,90 Euro monatlich. Künftig sollen Print-Abonnenten automatisch auch auf RP+ und das E-Paper zugreifen können, wofür derzeit eine Lösung entwickelt werde.

Das Paid-Content-Modell erinnert an jenes der Wochenzeitung Die Zeit. Zeit Online hat seit Ende März 2017 eine hybride Paywall im Einsatz und seither ein starkes Wachstum der Digital-Abonnenten erlebt. Die Zahl stieg bis zum dritten Quartal 2019 um rund 160 Prozent auf knapp 72.000 (Quelle: IVW). Zählt man die nicht voll bezahlten Abos dazu, sind es gar 127.000.

Bei der Rheinischen Post waren zuletzt knapp sieben Prozent der Abo-Auflage digitale Abonnements – das sind rund 17.000 Exemplare.



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(wr) 14.01.2020


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