Bauer kauft Mitteldeutsche Zeitung von DuMont

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Isabella Neven DuMont (links) verkauft die Mitteldeutsche Zeitung an Yvonne Bauer/ Fotos: Sorin Morar - DuMont, Bauer Media Group

Isabella Neven DuMont (links) verkauft die Mitteldeutsche Zeitung an Yvonne Bauer/ Fotos: Sorin Morar - DuMont, Bauer Media Group

Die DuMont Mediengruppe verkauft die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle an die Bauer Media Group. Damit gibt DuMont die nächste Regionalzeitung im Rahmen einer Portfolio-Überprüfung ab. Im September 2019 wurde bereits der Berliner Verlag an die Unternehmer Silke und Holger Friedrich veräußert (DNV berichtete). Das Zeitungsgeschäft in Köln (u.a. Kölner Stadt-Anzeiger, Express) will die Mediengruppe fortführen. Über die Zukunft der Hamburger Morgenpost soll noch im Januar 2020 informiert werden.

Für Bauer ist die Übernahme der Mitteldeutschen Zeitung eine strategische Investition. Der Verlag gibt bereits die benachbarte Volksstimme in Magdeburg heraus. Beide Titel bewegen sich in einer ähnlichen Größenordnung: Die Volksstimme kommt auf eine Verkaufsauflage von rund 151.000 Exemplaren, die Mitteldeutsche Zeitung auf rund 162.000 Exemplare. Der Kauf umfasst außerdem das News-Portal mz.de, die Anzeigenblätter WochenSpiegel und Super Sonntag mit einer wöchentlichen Gesamtauflage von rund 1,3 Millionen Exemplaren, die Aktivitäten in Logistik (u.a. MZZ Briefdienst) und Druck, den regionalen TV-Sender TV Halle sowie Aktivitäten in Ticketing und Satz-Dienstleistungen. Auch die rund 1.100 Mitarbeiter werden laut Unternehmensangaben übernommen.

Nach der Übernahme soll Marco Fehrecke, Leiter der Mediengruppe Magdeburg, die Führung der Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung übernehmen. „Die Bauer Media Group ist in der Region bereits stark verankert.“ erklärt Fehrecke. „Über die erwarteten Synergieeffekte mit der Mediengruppe Magdeburg schaffen wir eine gute Ausgangslage, um den regionalen Journalismus in Mitteldeutschland langfristig zu erhalten.“

Isabella Neven DuMont, Aufsichtsratsvorsitzende der DuMont Mediengruppe, erklärt: „Wir haben uns die Entscheidung, die Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung aus dem DuMont Verbund zu lösen, nicht leicht gemacht. Das Medienhaus in Halle hat sich in den vergangenen Jahren beachtlich entwickelt und sehr erfolgreich Antworten auf die herausfordernden Rahmenbedingungen in Sachsen-Anhalt gefunden. Die Nutzung von Synergien ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im regionalen Zeitungsgeschäft. Wir sind davon überzeugt, dass die Bauer Media Group der richtige neue Eigentümer für diesen Kurs ist.“

DuMont-CEO Dr. Christoph Bauer fügt hinzu: „Der Überprüfungsprozess unseres Portfolios war von Anfang an ergebnisoffen angelegt, verbunden mit dem Anspruch, jedes Medienhaus mit seinen spezifischen Rahmenbedingungen zu bewerten und die jeweils bestmögliche Zukunftsoption zu erarbeiten. Auch die Entscheidung für Halle haben wir vor diesem Hintergrund getroffen. Schon heute sind die strukturellen Rahmenbedingungen in Sachsen-Anhalt sehr herausfordernd. Der starke Verbund mit der Mediengruppe Magdeburg ist der richtige Ansatz, um die Mitteldeutsche Zeitung langfristig bestmöglich abzusichern.“

Die Übernahme bedarf noch der Zustimmung des Bundeskartellamts.


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(wr) 15.01.2020


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