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New York Times investiert in Audio-Flatrate

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Bei der New York Times ist man offenbar überzeugt, dass Audio-Inhalte ein gutes Instrument im Lesermarkt sein können/ Foto: Frank Malerius

Bei der New York Times ist man offenbar überzeugt, dass Audio-Inhalte ein gutes Instrument im Lesermarkt sein können/ Foto: Frank Malerius

Die New York Times investiert ins Geschäft mit Audio-Inhalten und übernimmt die Text-to-Speech-Plattform Audm. Mit ihr lassen sich lange journalistische Texte in eine Audio-Form umwandeln und Hörern über eine App anbieten. Die Texte werden dabei von professionellen Hörbuch-Sprechern vorgelesen. Die App ist mit einem Flatrate-Modell hinterlegt: Nutzer zahlen monatlich 6,99 Dollar für den Zugriff auf die Inhalte.

Audm wurde 2016 gegründet und bietet journalistische Artikel von einer Reihe bekannter US-Publikationen zum Hören an, darunter The New Yorker, The Atlantic, Wired, Vanity Fair, Buzz Feed News. Laut Unternehmensangaben enthält die App mehr als 2.000 Artikel. Im Google Play Store wurde sie bisher mehr als 10.000 Mal heruntergeladen. Zudem ist die App im iOS-Store verfügbar.

Audio-Inhalte haben Momentum

Die New York Times arbeitet zudem daran, ihr eigenes Audio-Angebot auszubauen. Seit Mitte März werden immer sonntags Sonderfolgen des Podcasts The Daily veröffentlicht, in denen Autoren von großen Storys und den Recherchen dazu berichten. Beispielsweise berichtete Autorin Taffy Brodesser-Akner in der Folge vom 15. März über ihre Arbeit an einem Porträt des Schauspielers Tom Hanks. Darüber hinaus hat die US-Zeitung begonnen, in Zusammenarbeit mit Audm auch ihre eigenen Artikel vorlesen zu lassen. Das Angebot soll in den kommenden Wochen ausgebaut werden. 

Die New York Times sieht derzeit ein Momentum für Audio-Inhalte, da sie – so die US-Zeitung – den Hörern in Zeiten des Corona-Virus Ablenkung und Entspannung bieten können. Die „Times“ kann in dem Feld bereits einige Erfahrung vorweisen: Fünf regelmäßig erscheinende Podcasts werden derzeit angeboten. The Daily, konzipiert als tägliche Nachrichtenzusammenfassung, ist laut Analysen des Dienstleisters Podtrac der größte Podcast im US-Markt, gemessen an der Zahl der monatlichen Nutzer. Die New York Times berichtete im September 2019, dass The Daily seit dem Start gut zweieinhalb Jahre zuvor mehr als eine Milliarde Mal heruntergeladen wurde.

Dass ein Unternehmen wie die New York Times Company, welches sich immer stärker über Abo-Erlöse aus digitalem Journalismus finanziert, in eine Audio-Plattform investiert, hat Signalwirkung. Audio-Inhalte, und vor allem Podcasts, spielen derzeit im Vertriebsmarkt eher eine untergeordnete Rolle und werden vorrangig über Werbeerlöse finanziert. Bei der „Times“ ist man offenbar überzeugt, mit dem Flatrate-Modell von Audm und den eigenen Angeboten auch für Audio-Inhalte zahlende Nutzer gewinnen zu können.

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(wr) 25.03.2020


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