Dienstag, 12. November 2019

Funke Mediengruppe verfehlt Umsatzziel für 2017

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Die Funke Mediengruppe hat 2017 einen Umsatz von rund 1,26 Mrd. Euro erwirtschaftet und lag damit 3,5 Prozent unter Vorjahreswert. Dies geht aus dem jüngst veröffentlichten Geschäftsbericht des Verlags hervor. Ursprünglich hatte Funke einen Umsatzanstieg im unteren einstelligen Prozentbereich erwartet. Insofern könne man mit dem Ergebnis „nicht vollumfänglich zufrieden sein“, heißt es im Geschäftsbericht. Es war nach 2016 (-1,5 Prozent) der zweite Umsatzrückgang in Folge.

Den größten Teil ihres Umsatzes erwirtschaftet die Funke Mediengruppe mit Tageszeitungen (u.a. Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost). Der Umsatz lag dort 2017 bei rund 553,8 Mio. Euro und damit 6,5 Prozent unter Vorjahreswert. Somit trugen die Tageszeitungen rund 44 Prozent zum Gesamtergebnis bei.

Der zweitgrößte Bereich, die Zeitschriften (u.a. Hörzu, Bild der Frau, Landidee), die für rund 30 Prozent des Gesamtergebnisses stehen, verzeichneten ebenfalls einen Rückgang. Das Minus lag dort bei 1,7 Prozent auf rund 373,9 Mio. Euro.

Die Umsatzrückgänge sowohl bei den Tageszeitungen als auch bei den Zeitschriften begründet Funke mit niedrigeren Erlösen im Werbemarkt. Bei den Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen (WAZ, Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung, Westfalenpost, Westfälische Rundschau), Thüringen (Ostthüringer Zeitung, Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung) und Berlin (Berliner Morgenpost) ging laut Unternehmensangaben auch der Vertriebsumsatz zurück. Dagegen seien die Auflagenrückgänge der Braunschweiger Zeitung und des Hamburger Abendblatts durch Preiserhöhungen kompensiert worden.

Im Digitalgeschäft berichtet Funke von deutlich steigenden Umsätzen. Der Digitalumsatz der Online-Angebote bei den Regionalmedien ist demnach in 2017 um 10,2 Prozent gestiegen, bei den Zeitschriften gar um 55 Prozent. Absolute Zahlen weist der Verlag an dieser Stelle jedoch nicht aus. Deutliches Wachstum wurde auch in den digitalen Geschäftsfeldern Online-Services, Digitales Publishing sowie dem Betrieb von Internet-Plattformen erzielt, die um 62,3 Prozent zulegten. Maßgeblich seien dort die Akquisition von Media Partisans (u.a. Heftig.co) und eine positive Entwicklung der Azubiyo GmbH gewesen.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die Funke Mediengruppe einen Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich. Während für die Tageszeitungen durch weiter sinkende Auflagen eine erneute Verringerung der Vertriebs- und Werbeerlöse prognostiziert wird, soll der Umsatz im Zeitschriftenbereich stabil bleiben. Die ebenfalls rückläufigen Werbeerlöse sollen dort durch moderat steigende Vertriebserlöse kompensiert werden. Der Umsatz im Digitalgeschäft soll weiter deutlich steigen.



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(wr) 08.01.2019


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