Samstag, 21. September 2019

Digital News Report: Wie entwickelt sich Paid Content international?

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Die Grafik zeigt die Anteile der reinen Digital-Abonnenten (ohne Print-Digital-Bundles). Norwegen und Schweden liegen im europäischen Vergleich vorn/ Foto: Reuters Institute for the Study of Journalism

Das Reuters Institut for the Study of Journalism (RISJ) der Universität Oxford hat seinen jährlichen Digital News Report veröffentlicht. Die aktuelle Ausgabe zeichnet im Stile der vorangegangenen ein recht trübes Bild der Monetarisierung des digitalen Journalismus. Dem Bericht zufolge zahlt über mehrere Länder hinweg nur ein geringer Teil der Bevölkerung für digitale Nachrichtenangebote. Dies werde sich nach Einschätzung der Autoren auch in Zukunft nicht ändern: „Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass die Mehrheit der Leute künftig für Online-News bezahlen wird“, schreiben sie in dem Bericht.

Die Betrachtung von neun Ländern, die seit 2013 im Digital News Report analysiert werden, zeigt: Die durchschnittliche Anzahl jener, die für Online-News zahlen, hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Sie liegt aktuell bei elf Prozent, genauso hoch wie 2013. In der Auswahl enthalten sind unter anderem die Daten für Deutschland, Großbritannien und die USA. In Deutschland liege der Anteil der Bezahler bei acht Prozent – ebenfalls genauso hoch wie 2013.

Nicht in der Neun-Länder-Auswahl enthalten sind Norwegen und Schweden. Es sind diese beiden Märkte, in denen der Anteil der für Online-News zahlenden Nutzer vergleichsweise hoch ist. In Norwegen gaben 34 Prozent an, für digitale Nachrichteninhalte zu bezahlen (vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr), in Schweden sind es 27 Prozent (ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr).

Eine weitere Erkenntnis aus dem deutschen Markt: Die große Mehrheit der Nutzer (70 Prozent) zahlt nur für ein digitales Nachrichtenangebot. 20 Prozent zahlen für zwei Angebote, gerade mal sechs Prozent für drei und nur drei Prozent für vier digitale News-Angebote.

Für den Digital News Report wurden jeweils rund 2.000 Personen aus 38 Nationen zu ihrer Online-Nachrichtennutzung befragt (Ausnahme: Taiwan, rund 1.000 Personen). Die Ergebnisse sind laut RISJ repräsentativ für die Verteilung von Alter, Geschlecht, Region und Bildung in den einzelnen Ländern.

Den Digital News Report können Sie hier herunterladen.

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(wr) 12.06.2019


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