Montag, 18. November 2019

New York Times erreicht nächsten Meilenstein im Abonnement

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Verlagsgebäude der New York Times in der namensgebenden US-Motropole/ Foto: Frank Malerius

Verlagsgebäude der New York Times in der namensgebenden US-Motropole/ Foto: Frank Malerius

Die New York Times (NYT) hat im dritten Quartal 2019 die Marke von vier Millionen Digital-Abonnenten geknackt. Die US-Zeitung gewann von Juli bis September rund 209.000 neue Abonnenten für die das digitale News-Angebot und 64.000 neue Abonnenten für das digitale Rezept- und das Rätselangebot hinzu. Insgesamt zählt die NYT nun 4,9 Mio. Abonnenten, davon 4.053.000 Digital-Abonnenten.

Der erneut deutliche Zuwachs wurde in Teilen durch Veränderungen am digitalen Bezahlmodell bewirkt. Zum Anfang Juli hat die NYT die Registrierungsschranke gesenkt. Dadurch können Nutzer nur noch einen Artikel frei lesen, bevor sie sich registrieren müssen. Nach der Registrierung können sie weitere fünf bis zehn Artikel lesen, bevor sie ein Abonnement abschließen müssen. Die tatsächliche Anzahl variiert je nach Nutzer in Abhängigkeit vom bisherigen Verhalten.

Mark Thompson, President und CEO der New York Times Company, erläutert: „Es ist sehr viel einfacher, die registrierten Nutzer dazu zu bewegen, sich intensiver mit unseren Inhalten zu beschäftigen und ein Abonnement abzuschließen. Das war ein entscheidender Faktor für den kräftigen Nettozuwachs im Abonnement in diesem Quartal. Erfreulicherweise hat dies nicht zu einem nennenswerten Rückgang der Zahl der Unique User geführt.“

Niedriger Einstiegspreis als Erfolgsfaktor

Ebenfalls eine wichtige Rolle für das Abonnentenwachstum spielt das Einstiegsangebot von einem Dollar pro Woche, mit dem die NYT seit August 2018 arbeitet. „Es gelingt uns erfolgreich, einen substanziellen Teil dieser Abonnenten zum Vollpreis zu migrieren, während die meisten anderen eine Zwischenstufe wählen und nur wenige beim Preis von einem Dollar pro Woche verbleiben“, erklärte Thompson in einer Telefonkonferenz mit Investoren. Gleichzeitig sinkt durch solche Angebote aber auch der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) - im dritten Quartal 2019 habe er elf Prozent unter Vorjahreswert gelegen.

Allerdings sei es im vergangenen Quartal gelungen, mit Marketing-Ausgaben auf einem gleichbleibenden Level eine Rekordzahl neuer Abonnenten hinzuzugewinnen – womit die Akquise-Kosten pro Abonnent geringer waren als in dem Quartal zuvor.

Der Standard-Preis für ein Digital-Abo der New York Times liegt bei zwei Dollar pro Woche bzw. acht Dollar im Monat. Das Voll-Abo wie auch das Einstiegs-Abo werden mit einer Laufzeit von einem Jahr abgeschlossen. 

Insgesamt erzielte die New York Times knapp 116 Mio. Dollar Umsatz mit Digital-Abonnements – ein Plus von 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Die Print-Abo-Erlöse sanken derweil um 3,3 Prozent auf 151 Mio. Dollar zurück. In Summe stiegen die Abo-Erlöse um 3,7 Prozent, während der Werbeumsatz um 6,7 Prozent zurückging. Die sonstigen Erlöse stiegen um knapp 26 Prozent auf knapp 48 Mio. Dollar, was vor allem auf den Erfolg der TV-Serie „The Weekly“ zurückzuführen sei.

Abo-Wachstum auch international forcieren

Die New York Times will an ihrem Ziel festhalten, bis 2025 die Marke von zehn Millionen Abonnenten zu erreichen. Zwei Millionen davon sollen aus Märkten außerhalb der USA kommen. Derzeit sind es laut Thompson 525.000, im vierten Quartal 2012 waren es gerade einmal 51.000.

Der Gesamtumsatz der New York Times Company belief sich im dritten Quartal 2019 auf rund 428,5 Mio. Dollar (+2,7 Prozent). 


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(wr) 07.11.2019


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