Montag, 18. November 2019

Bundestag reduziert Umsatzsteuer auch für digitale Presseprodukte

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Anders als noch von der Bundesregierung vorgesehen, hat der Deutsche Bundestag mit der Verabschiedung des Jahressteuergesetzes am 7. November die ermäßigte Umsatzsteuer von sieben Prozent auch für digitale Presseprodukte in Form von Datenbanken, Applikationen und Websites beschlossen. Damit nutzt der Gesetzgeber den Spielraum, den die Europäische Union Ende 2018 ihren Mitgliedsstaaten bei der Regelung der nationalen Besteuerung eröffnete.

„Mit dieser Entscheidung stärkt der Bundestag unsere freie und vielfältige Presselandschaft. Insbesondere freuen wir uns, dass die Abgeordneten den reduzierten Mehrwertsteuersatz auch auf Apps, Websites und Datenbanken mit Pressepublikationen erstreckt haben. Damit wird der Realität der digitalen Presse Rechnung getragen“, erklärte VDZ-Präsident Dr. Rudolf Thiemann.

Der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt künftig auch für Einzelpublikationen von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern sowohl als E-Paper als auch in der Form von Websites, Applikationen und ähnlichem. Gleiches gilt für gebündelte Angebote von Büchern, Zeitschriften und Zeitungen aus Datenbanken (Single-Sign-On), wie sie insbesondere im B-to-B-Bereich bereits heute Standard sind.

Die Bundesregierung hatte in ihrem ursprünglichen Entwurf Publikationen in gebündelter Form aus Datenbanken heraus ausdrücklich von der ermäßigten Umsatzsteuer ausgeschlossen.



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(sgo) 08.11.2019


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