Deutsche Post erhöht Versandtarife für Zeitschriften und Zeitungen um bis zu 6,9 Prozent

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Die Deutsche Post hat neue Preise für die Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften kommuniziert. Die neue Preisliste gilt ab dem 1.1.2020. Insbesondere auf wöchentlich erscheinende Titel kommen Mehrkosten zu. Foto: Deutsche Post DHL

Die Deutsche Post hat neue Preise für die Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften kommuniziert. Die neue Preisliste gilt ab dem 1.1.2020. Insbesondere auf wöchentlich erscheinende Titel kommen Mehrkosten zu. Foto: Deutsche Post DHL

Die Deutsche Post hat ihre neue Preisliste für die Presse Distribution veröffentlicht. Die Preise für die Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften steigen demnach zum 1. Januar 2020 um bis zu 6,94 Prozent.

Je nach Gewichtsklasse und Sendungsart fallen die Preisanpassungen unterschiedlich aus. Ab dem kommenden Jahr sollen vor allem wöchentlich erscheinende Titel (mindestens 10, höchstens 20 Ausgaben pro Quartal) deutlich mehr zahlen als bisher. Hier kommen die erwähnten 6,94 Prozent zum Tragen. Ein Zuschlag, der ansonsten lediglich Tagestitel im Gewichtsbereich zwischen 170 und 210 Gramm betrifft.

Keine Erhöhungen gibt es für Postvertriebsstücke mit täglicher Erscheinungsfrequenz und einem Sendungsgewicht von 280 Gramm und mehr, für Wochentitel ab 740 Gramm sowie für Monatstitel ab 630 Gramm - alles Gewichtsklassen, die eher die Ausnahme sind.


VDZ-Präsident Dr. Rudolf Thiemann/ Foto: Boris Trenkel

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hat die angekündigten Preiserhöhungen öffentlich scharf kritisiert. Der Verband vertritt die Interessen von Publikums- und Fachzeitschriftenverlagen mit insgesamt mehr als 7.000 Titeln. Nach Angaben des VDZ sind 90 Prozent der Abo-Auflagen der Zeitschriftenverlage auf die Postzustellung angewiesen. „Derart dramatisch steigende Zustellungskosten durch die Post stellen die zukünftige Finanzierbarkeit der publizistischen Aufgabe von Zeitschriftenverlagen ernsthaft in Frage“, erklärte VDZ-Präsident Dr. Rudolf Thiemann.

Der VDZ verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Versandtarife für Zeitschriften bereits in den vergangenen drei Jahren kumuliert um mehr als zehn Prozent gestiegen seien. Weil die nun kommunizierte Preisstruktur außerdem nur für ein Jahr gilt, müsse man ab 2021 mit einer weiteren Preiserhöhung rechnen. Wenn die Entwicklung so weitergehe, so der VDZ, sei die Existenz der gesamten Branche gefährdet. 

Die vollständige Preisliste der Deutschen Post AG für den Bereich Presse Distribution ist als PDF auf der Homepage des Unternehmens verfügbar.

Lesen Sie dazu auch:

Die neuen Preise für die Presse Distribution und der einsame Kampf der jungen Welt (24. September 2019)


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(jf) 24.09.2019


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