Deutsche Post erhöht Porto für Privatkunden

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Die Deutsche Post plant zum 1. Juli 2019 deutliche Preiserhöhungen für Briefprodukte und Zusatzleistungen. Das Porto für einen Standardbrief im Inland soll beispielsweise künftig um zehn Cent auf 0,80 Euro steigen (bis 20 Gramm). Ebenfalls um 10 Cent sollen sich die Preise für den Kompaktbrief bis 50 Gramm (0,95 Euro), den Großbrief bis 500 Gramm (1,55 Euro) und den Maxibrief bis 1.000 Gramm (2,70 Euro) erhöhen.

Laut einer Mitteilung hat der Post- und Logistikkonzern einen entsprechenden Antrag bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Das Unternehmen rechnet noch im Juni mit der Zustimmung der Marktaufsicht. Zuvor hatte die Bundesnetzagentur der Deutschen Post für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2021 einen Preiserhöhungsspielraum von insgesamt 10,63 Prozent genehmigt. Dabei hatte sie eine im März in Kraft getretene umstrittene Änderung der Entgeltverordnung zu berücksichtigen, mit der die Methode zur Gewinnermittlung angepasst und der zu bewilligende Spielraum mehr als verdoppelt wurde. Über den Streit um die Anpassung der Postentgeltverordnung berichteten beispielsweise welt.de (24.5.2019) und faz.net (18.4.2019). 

Die Preiserhöhung wird zunächst vor allem Privatkunden und kleine Unternehmen betreffen. Für Geschäftskunden mit großen Briefmengen würden die Preiserhöhung durch Teilleistungs- und Infrastrukturrabatte zunächst weitgehend kompensiert, heißt es aus Bonn. Den Zeitpunkt der nächsten Rabattanpassung will das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2019 bekanntgeben. Laut dem Verband DVPT, der unter anderem die Interessen von großen Briefversendern vertritt, müssen sich auch Unternehmen mittelfristig auf höhere Preise einstellen.

Dazu sagt Klaus Gettwart, Vorstand des DVPT e.V.: "Wie bereits angenommen, hat die Deutsche Post AG angekündigt, die Teilleistungrabatte, welche Kunden erhalten, die ihre Post nach Postleitzahlen vorsortieren, bis zum Jahresende zu erhöhen, so dass die Wirkung der Preiserhöhung bei Großkunden abgemildert wird. Danach werden sich die Rabatte reduzieren und die Preiserhöhung wird auch hier wirksam werden. In welchem Umfang bleibt abzuwarten. Mit diesem Vorgehen sichert sie sich die Kunden und reduziert die Gefahr, dass die Unternehmen zu alternativen Dienstleistern wechseln."

Der Preis für den Standardbrief bei der Deutschen Post war zuletzt vor drei Jahren um zehn Cent auf 0,70 Euro erhöht worden. Nach Angaben der Deutschen Post liege man auch mit 0,80 Euro deutlich unter dem europäischen Durchschnittspreis in dem Segment (0,97 Euro). Auch im Hinblick auf die Preise anderer Alltagsprodukte* sei die Preisentwicklung für Postdienstleistungen moderat, heißt es weiter. So seien die Verbraucherpreise für Strom seit 2002 um 92 Prozent gestiegen, für Zeitungen um 80 Prozent, für Obst um 56 Prozent und für Brot um 31 Prozent*. Das Briefporto sei im gleichen Zeitraum lediglich um 25 Prozent erhöht worden.

*Quelle: Deutsche Post, auf Basis des Verbraucherpreisindexes des Statistischen Bundesamtes



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(jf) 04.06.2019


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