Bremer Tageszeitungen vergeben Druck extern

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Der Weser-Kurier und seine Schwestertitel werden künftig vom Druckhaus Delmenhorst gedruckt. Die eigene Druckerei wird geschlossen. Foto: Weser-Kurier

Der Weser-Kurier und seine Schwestertitel werden künftig vom Druckhaus Delmenhorst gedruckt. Die eigene Druckerei wird geschlossen. Foto: Weser-Kurier

Die Bremer Tageszeitungen AG (BTAG) wird den Druck ihrer Zeitungen künftig extern vergeben. Das eigene Druckhaus in Bremen Woltmershausen wird geschlossen. Das hat der Vorstand des Bremer Medienunternehmens den rund 80 betroffenen Mitarbeitern gestern mitgeteilt. Die Druckaufträge für die Titel Weser-Kurier, Bremer Nachrichten, Verdener Nachrichten, Kurier am Sonntag sowie Kurier der Woche wurden zum 1.12.2020 an die Druckhaus Delmenhorst GmbH vergeben. Das mittelständische Druckunternehmen habe sich in diesem Zusammenhang bereit erklärt, entsprechend in den Druckstandort zu investieren. 

Vor der Entscheidung zur Fremdvergabe hatte die BTAG auch einen Neubau des in die Jahre gekommenen eigenen Druckzentrums in Erwägung gezogen, heißt es weiter. Vor dem Hintergrund des seit Jahren hart umkämpften und durch Überkapazitäten und Preisverfall geprägten Druckmarktes, sei die Fremdvergabe jedoch die sinnvollste Option gewesen. David Koopmann, Vorstand der Bremer Tageszeitungen AG, sagt: „Wir glauben, dass diese Entscheidung dazu beiträgt, die Produktion für die nächsten Jahre auf einer wirtschaftlich gesunden Basis aufzustellen, die Unabhängigkeit der Bremer Tageszeitungen AG zu sichern und damit die Zukunft einer freien, meinungsbildenden, demokratiefördernden und unabhängigen Berichterstattung für Bremen und seine niedersächsischen Nachbargemeinden.“

Von der Entscheidung zur Fremdvergabe des Druckauftrages werden voraussichtlich ca. 80 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bremer Tageszeitungen AG sowie im Druckhaus beschäftigte Aushilfen betroffen sein.  Der Vorstand werde mit dem Betriebsrat in Sozialplanverhandlungen eintreten.

Das Druckhaus Delmenhorst, ehemals Druckhaus Rieck, gehörte früher zu einem Unternehmensverbund mit dem Verlag des Delmenhorster Kreisblattes. 2015 trennten sich die Wege. Die DK Medien GmbH ging an die NOZ Mediengruppe. Die Druckerei, im selben Jahr mit einer neuen Zeitungsrotation ausgestattet, blieb unabhängig. Im Herbst 2018 wurde das Druckhaus im Zuge eines Management-Buyouts an den neuen Besitzer Anders Tapken verkauft.

Einen ähnlichen Weg wie die Bremer Tageszeitungen AG hatten in den vergangenen Jahren bereits viele europäische Zeitungsverlage eingeschlagen, beispielsweise die Madsack Mediengruppe in Hannover und Leipzig, der Gießener Anzeiger, das Schweizer Medienunternehmen Ringier und die niederländische Telegraaf Media Group.


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(jf) 21.11.2019


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