Zeitschriftenverleger warnen vor "selektiver Vertriebsförderung"

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Das VDZ-Präsidium um Präsident Dr. Rudolf Thiemann (im Bild) fordert die Ausweitung der geplanten Zustellförderung auf Zeitschriften. Foto: VDZ

Das Präsidium des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hat die Ausweitung der geplanten Zustellförderung für Zeitungen auf die eigenen Produkte gefordert. Ebenso wie Zeitungen stünden auch Zeitschriften durch steigende Zustellkosten vor existenziellen Herausforderungen. Jedes staatliche Konzept zur Förderung privater Pressezustellung müsse deshalb gleichermaßen Zeitungen und Zeitschriften zugutekommen - wie bereits geschehen bei der reduzierten Mehrwertsteuer, dem ehemaligen Postzeitungsdienst oder der Erleichterung von Verlagskooperationen.

„Die neutrale Zustellförderung ist der richtige Weg, um die Zustellung aller Pressepublikationen, inklusive der regionalen Tageszeitungen, zu sichern“, betont das VDZ-Präsidium, eine "selektive Presseförderung wäre dagegen eine falsche und gefährliche Weichenstellung."

Der Bundestag hatte im Zuge der Haushaltsberatungen für das kommende Jahr erstmals 40 Millionen Euro für die Förderung der Zustellung von Zeitungen und Anzeigenblättern bewilligt (dnv-online berichtete). Die Mittel bleiben jedoch bis zur Vorlage eines Konzeptes zur konkreten Ausgestaltung der Vertriebsförderung gesperrt. Im Gegensatz zu den Zeitschriftenverlagen unterhalten die Zeitungsverleger in der Regel eigene Logistik- und Zustellorganisationen und sind damit direkt von steigenden Lohnkosten, insbesondere durch den Mindestlohn, betroffen. Daraus resultierende Preissteigerungen, wie zum Beispiel von der Deutschen Post zum Jahreswechsel 2019/2020 angekündigt, wirken sich jedoch auch auf die Zeitschriftenverlage aus.

Das VDZ-Präsidium besteht aktuell aus dem Präsidenten Dr. Rudolf Thiemann (Verlag Liboriusblatt) und den vier Vizepräsidenten Detlef Koenig (mhp Verlag), Dr. Klaus Krammer (Krammer Verlag), Lars-Joachim Rose (Klambt) und Philipp Welte (Burda). Außerdem gehören dem Präsidium der Schatzmeister Dr. Christoph Müller (Verlagsgesellschaft Müller) und Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer an.



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(jf) 02.12.2019


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