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Bahnverkehr gewinnt gegen Bus

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Flixtrain im Hamburger Hauptbahnhof. Flixmobility, das Unternehmen hinter Flixtrain und Flixbus rechnet mit weiterem Wachstum auf der Schiene. Foto: Flixmobilty

Flixtrain im Hamburger Hauptbahnhof. Flixmobility, das Unternehmen hinter Flixtrain und Flixbus rechnet mit weiterem Wachstum auf der Schiene. Foto: Flixmobilty

Wer in Deutschland weite Strecken im Bus zurücklegt, steigt meistens in einen Flixbus ein. Doch das große Wachstum ist vorerst offenbar vorbei, denn das Unternehmen verliert erstmals Fahrgäste. Inzwischen aber gibt es ein zweites Standbein. Nach Fahrgastverlusten bei Flixbus wollen die Betreiber nun stärker auf Züge setzen. "Unser Geschäft in Deutschland wird sich definitiv in Richtung Schiene verschieben", sagte Flixmobility-Geschäftsführer André Schwämmlein gegenüber der DPA Deutschen Presseagentur. Sein Unternehmen betreibt neben Fernbussen auch Fernzüge unter der Marke Flixtrain. Insgesamt hätten Flixbus und Flixtrain 2019 zusammen zwar 22 Millionen Fahrgäste in Deutschland befördert, rund 700.000 mehr als im Jahr davor. Es wachse aber nur das Geschäft bei Flixtrain. Bei Flixbus gebe es weniger Fahrgäste als 2018. Getrennte Zahlen nannte das Unternehmen nicht.

Im Jahr 2020 werde das Geschäft mit den grünen Bussen und Zügen vermutlich ähnlich laufen wie im Vorjahr. "Wir werden im Bus weniger Fahrgäste haben, im Zug mehr und eventuell insgesamt ein kleines Wachstum hinbekommen", kündigte Schwämmlein an. "Aber ich würde jetzt keine großen Wetten darauf eingehen." Profitabel zu bleiben, werde schwerer. Neben staatlichen Kapitalspritzen für die bundeseigene Deutsche Bahn kritisiert Flixbus, dass zwar die Mehrwertsteuer für Zugfahrten ab 50 Kilometern von 19 auf sieben Prozent gesenkt wurde, nicht aber für Busfahrten. Man sei darüber enttäuscht und schockiert. Flixbus hat rechtlichen Widerstand angekündigt sowie für 2021 Streckenstreichungen.

Von der Steuersenkung profitiert jedoch auch Flixtrain. Flixmobility war vor zwei Jahren in das Zuggeschäft eingestiegen. Inzwischen sind sieben Züge auf drei Strecken unterwegs, Stuttgart–Berlin, Hamburg–Köln und Leipzig/Berlin–Köln/Aachen. 2018 waren 750.000 Fahrkarten verkauft worden, 2019 waren es nach den neuen Zahlen mindestens doppelt so viele. Im Frühjahr kommt die Strecke Hamburg–Stuttgart hinzu. Weitere Linien sind in Planung. "Es wird jetzt langsam ein wirkliches Netz", sagte Schwämmlein. "Wir haben bisher gute Erfahrungen gemacht, das Produkt wird angenommen, die Auslastung liegt im Schnitt bei 70 Prozent."


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(rd) 05.02.2020


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