Post und WAZ wollen kooperieren

Die Essener Mediengruppe WAZ, Minderheitsgesellschafter des Briefzustellers Pin, will Medienberichten zufolge ein Bündnis mit der Deutschen Post eingehen. Im Rahmen eines Pilotprojektes sollen ab März unadressierte Postwurfsendungen und der Werbetitel POST AKTUELL durch Zeitungsboten zugestellt werden. Einem Bericht der FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND zufolge, werden Zeitungszusteller der WESTDEUTSCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG (WAZ) zunächst rund 700.000 Haushalte in Essen und Mühlheim mit Post beliefern, u.a. mit der Samstagspostille "Einkauf Aktuell". Langfristig ist eine Ausweitung des Projektes auf weitere Teile Nordrhein-Westfalens sowie auf andere Zeitungsverlage im Bundesgebiet geplant.

Laut SPIEGEL bewerten Gewerkschafter und Konkurrenten die Auslagerung als Versuch der Post, den eigenen Mindestlohn zu unterlaufen. Insbesondere bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi stoße der Plan auf Widerstand. Sie soll die Post in einem Schreiben aufgefordert haben, die Planungen aufzugeben, da sie vertraglich verpflichtet sei, auf Dienstleistungen fremder Zustellfirmen zu verzichten.

Als besonders pikant erscheint die Tatsache, dass WAZ-Chef Bodo Hombach "Einkauf Aktuell", die das Beilagengeschäft der Zeitungsverlage seit 2003 empfindlich stört, durch seine Zeitungsträger befördern lassen will. Die bundesdeutschen Zeitungsverleger sahen den Beilagenträger mit eingeschweißter Rumpfprogrammzeitschrift bisher als böse Störung ihrer Kerngeschäfte.

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(jh) 25.02.2008


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