Donnerstag, 22. August 2019

Madsack übernimmt Mehrheitsbeteiligung an sechs Briefdiensten in Brandenburg

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Will die Marktanteile der Madsack Mediengruppe im Postmarkt ausbauen: Konzerngeschäftsführer Sven Fischer/ Foto: Alexander Koerner

Die Madsack Mediengruppe baut ihre Postaktivitäten in Brandenburg weiter aus. Die Mediengruppe mit Sitz in Hannover war in der Region über die Märkische Verlags- und Druckgesellschaft aus Potsdam (MVD) indirekt bereits an fünf regionalen Briefdiensten beteiligt. Die Unternehmen Blitz-Kurier, City Brief Bote, Debex, Märkische Postdienste und PIN Mail Woltersdorf sind bereits seit einigen Jahren unter der gemeinsamen Dachmarke MAZMAIL tätig.

Die MVD hat sich an den genannten Postdienstleistern in Brandenburg seinerzeit durch eine 50-prozentige Beteiligung an der Holding Advo Sansula beteiligt. Nun hat Madsack laut eigenen Angaben zusätzliche Anteile an der Holding vom Mitgesellschafter Postcon übernommen – und damit auch an den regionalen Briefdiensten. Zur Frage, wie sich die Anteile nun verteilen, wollte sich das Unternehmen auf Anfrage von DNV nicht äußern.

Außerdem plant das Medienunternehmen eine weitere Mehrheitsbeteiligung an einem regionalen Briefdienst in Brandenburg. Die Übernahme der Turbo P.O.S.T. steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Sven Fischer, Konzerngeschäftsführer der Madsack Mediengruppe sagt: „Postdienstleistungen gehören zu den Kernkompetenzen der Madsack Mediengruppe. Mit dieser Transaktion realisieren wir eine Weiterentwicklung unseres Postgeschäftes und bauen unsere Marktanteile weiter aus.“

Die Madsack-Mediengruppe gehört mit den Marken Citipost, Nordbrief und LVZ Post zu den führenden Anbietern für private Postdienstleistungen in Deutschland. Das jährliche Sendungsvolumen liegt Madsack zufolge bei mehr als 168 Millionen Briefen. Darüber hinaus bietet Madsack weitere Post- und Logistikdienstleistungen an.

Ein wichtiges Motiv für die Übernahme der Mehrheitsbeteiligungen in Brandenburg durch Madsack dürfte nicht zuletzt der laufende Verkaufsprozess bei Postcon sein. Die Muttergesellschaft PostNL sucht gerade nach einem Käufer für das Unternehmen.

Lesen Sie dazu auch:

PostNL rechnet mit einem Postcon-Verkauf im ersten Halbjahr 2019 (5.November 2018)



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(jf) 07.12.2018


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