Dienstag, 12. November 2019

C't berichtet über Datenpanne bei Amazons Echo

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Amazon Echo ist ein intelligentes Lautsprecher-System, das mit Sprachbefehlen bedient wird. Ähnlich wie ein Internet-Browser in der Regel Suchanfragen speichert, geschieht dies auch mit den Sprachbefehlen, die an den integrierten Sprachassistenten Alexa gerichtet werden. Laut einem Bericht des Computermagazins c’t hat Amazon diese Daten aber nicht ausreichend vor dem Zugriff von Unbefugten geschützt. Foto: Amazon

Amazon Echo ist ein intelligentes Lautsprecher-System, das mit Sprachbefehlen bedient wird. Ähnlich wie ein Internet-Browser in der Regel Suchanfragen speichert, geschieht dies auch mit den Sprachbefehlen, die an den integrierten Sprachassistenten Alexa gerichtet werden. Laut einem Bericht des Computermagazins c’t hat Amazon diese Daten aber nicht ausreichend vor dem Zugriff von Unbefugten geschützt. Foto: Amazon

Durch eine Datenpanne bei Amazon sollen mehrere hundert Sprachaufzeichnungen aus einem intelligenten Lautsprecher in die Hände eines anderen Amazon-Nutzers gelangt sein. Das berichtet das Computermagazin c’t aus der Heise Mediengruppe in der Ankündigung seiner Ausgabe 1/2019 (EVT: 22. Dezember).

Laut c’t hatte ein Amazon-Kunde von seinem Recht auf Selbstauskunft nach der Datenschutz-Grundverordnung Gebrauch gemacht. Daraufhin konnte er bei Amazon nicht nur seine eigenen Daten herunterladen, sondern erhielt auch Zugriff auf ca. 1.700 Alexa-Sprachaufzeichnungen aus Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad einer fremden Wohnung. Wie das Computermagazin weiter berichtet, habe der Kunde daraufhin Amazon informiert, das die Daten vom betroffenen Server gelöscht hat.

„Ob das nur ein unglücklicher Einzelfall ist, wie Amazon gegenüber c’t behauptet, können wir nicht nachvollziehen“, erklärt Redakteur Holger Bleich. Der Vorfall habe aber gezeigt, dass Amazon die Sprachaufzeichnungen nicht nur unbefristet speichere, sondern auch keine ausreichenden Maßnahmen zum Schutz der persönlichen Daten von Alexa-Nutzern getroffen habe. Denn dem c’t-Redakteur war es sogar gelungen, anhand des Inhalts der Aufzeichnungen, etwa der Nennung von Namen und Abfragen lokaler Wettervorhersagen den Echo-Besitzer zu identifizieren, dessen Sprachaufzeichnungen Amazon unrechtmäßig weitergegeben hatte. Dieser sei von Amazon nicht über das Datenleck informiert worden.


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(jf) 20.12.2018


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